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Monday, October 12, 2026

«Aus Spass wird Arbeit»: Community diskutiert über Kart-Emily (5)

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Seit Emily drei Jahre alt ist, fährt sie Kart. Auf Instagram folgen ihr über 287’000 User (Stand 11. Oktober 2026).f1emy

Darum gehts

  • Die fünfjährige Kart-Fahrerin Emily wird vom Schweizer Motorsportverband für ein Jahr gesperrt.
  • Ihr Vater Markus Brun kritisiert den Entscheid.
  • Die Community ist gespalten: Einige warnen vor zu viel Druck auf das Kind, andere halten den Einsatz der Familie für normal im Leistungssport.

Emily darf laut Schweizer Motorsportverband mit ihrer Trainingslizenz nur an Demonstrations- und Trainingsfahrten teilnehmen. Ihr Vater Markus Brun wehrt sich gegen Kritik an seiner Rolle. Was er zum Streit mit dem Verband sagt, liest du hier. Wir haben die Meinungen der Community zusammengefasst.

Viele Leserinnen und Leser diskutieren über die Grenze zwischen früher Talentförderung und zu viel Druck auf ein Kind. Dazu kommt die Frage, wie fair Verbände mit sehr jungen Sporttalenten umgehen.

«Lasst das Kind Kind sein»

Mehrere User fürchten, dass Emily zu viel Druck erfährt. «Sie ist ein fünfjähriges Kind und sollte spielen wie ein normales Kind», findet zum Beispiel User F3mguy. Ähnlich tönt es bei JohnnyJohnson: «Lass das Kind Kind sein, die leistungsorientierte Welt wird sie noch früh genug kennenlernen müssen.»

User Turmwächter schreibt: «Ich muss zugeben, dass ich immer ein bisschen Mühe habe bei Kinderstars. Nicht selten müssen Kinder eine ‹Stellvertreter-Karriere› für ehrgeizige Eltern machen, welche es selber nicht ganz geschafft haben. Es kann aber durchaus auch vom Mädchen kommen, aber als Vater wäre mir das Risiko zu hoch.»

«Aus Spass wird Arbeit»

User Quartier kritisiert einen anderen Punkt: «Wenn der Vater jetzt nach der Jobkündigung seinen Lebensunterhalt über das Mädchen bestreitet, ist es nach meiner Meinung vorbei mit Freiwilligkeit, aus Spass wird Arbeit, Druck und Pflicht.»

Wie viel Einsatz von Eltern ist für ein sehr junges Sporttalent für dich noch gesund?

User Lernen2024 ist zwiegespalten: «Toll, da sie es gerne macht. Über Social Media lässt sich streiten, zumal sie so jung ist.»

«Familie weiss, was gut ist fürs Kind»

Doch viele Leserinnen und Leser nehmen den Vater in Schutz. «Beim Skifahren ist es völlig normal, dass Eltern ihre zwei- oder dreijährigen Kinder auf die Piste stellen. Aber wenn ein fünfjähriges Mädchen mit Leidenschaft Motorsport betreibt, sind die Eltern plötzlich verantwortungslos?», schreibt User Sergio87Ferreira.

Auch Hausmeister vergleicht die Situation mit anderen Sportarten: «Was glaubt ihr, wie viel Zeit, Geld und Elterneinsatz unsere Ski-, Leichtathletik-, Eishockey-, Rad-, MTB- sowie Tennisstars haben und hatten? Ohne einen solchen Einsatz, der sicher auch eine ordentliche Portion Ehrgeiz der Eltern benötigt, kommen nie diese sportlichen Erfolge. Die Familien dieser Sportler wissen selbst, was gut und nicht gut für das Kind ist.»

«Normal im Rennsport»

User Geipi hebt hervor: «Eigentlich ein ganz normaler Weg im Rennsport. Alle grossen Motorsportler sind diesen Weg gegangen.» Dem stimmt Chupacabr@ zu: «In anderen Ländern wie Spanien und Italien fahren die Kinder im selben Alter mit Pocketbikes Rennen, darum haben die auch eine Menge Talente, die später Weltmeister werden.»

Mehrere User diskutieren über die Sperre des Verbandes. «Eine Fünfjährige für über ein Jahr zu sperren, ist nicht verhältnismässig», ist User Zednenem überzeugt. Und User Bärneroberlender schreibt: «Unverständlich, das Verhalten des Verbandes. Die sollten so ein Kind unterstützen und nicht noch schikanieren.»

Dem widerspricht User seerose13: «Der Schweizer Motorsportverband wird seine Gründe haben.»

Anja Zingg

Anja Zingg (anz), arbeitet seit 2020 bei 20 Minuten. Sie ist seit Juni 2023 Leiterin des Ressorts Gesellschaft & Community.

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