Hat SFV-Boss Knäbel einst Spieler ausspioniert?

Vorwürfe von Schalke-Legende
Hat SFV-Boss Knäbel einst Spieler ausspioniert?
In seiner neuen Biografie teilt der ehemalige Schalke-Goalie Ralf Fährmann kräftig aus. Unter anderem wirft er dem heutigen SFV-Präsident Peter Knäbel vor, dass er bei Schalke einst die Spieler ausspioniert haben soll.
Publiziert: vor 28 Minuten
Aktualisiert: vor 22 Minuten
- SFV-Präsident Peter Knäbel war von 2018 bis 2024 auf Schalke tätig
- Ex-Goalie Ralf Fährmann äussert in seiner neuen Biografie einen Spionage-Verdacht
- Schalke-Spieler vermuteten in Knäbels Jackett ein Abhörgerät
Björn LindroosRedaktor Sport
Jahrelang war Ralf Fährmann (38) Stammgoalie und eine der grossen Identifikationsfiguren bei Schalke 04. 289 Spiele absolvierte er für den Klub aus Gelsenkirchen.
Jetzt bringt der mittlerweile zurückgetretene Fährmann seine eigene Biografie raus. «Schalke und ich – eine Liebesgeschichte», erscheint Mitte Oktober. Deutsche Medien konnten aber schon reinlesen – und berichten von teilweise brisanten Zeilen.
Spionage mit Knäbels Sakko?
Einer, der im Buch sein Fett wegbekommt, ist SFV-Präsident Peter Knäbel (59). Der Deutsche arbeitete von 2018 bis 2024 auf Schalke, erst als Technischer Direktor, dann als Sportvorstand. Im Fokus steht ein von Fährmann als «legendär» beschriebenes Sakko.
Demnach hing das Jackett jeden Tag an einem anderen Ort. «Mal bei den Physios, mal in unserer Kabine, mal im Kraftraum», wird er in «Bild» zitiert. Darum hätten die Spieler dann den Verdacht gehegt, dass Knäbel sie ausspionieren wollte: «Er schob es auf seine Vergesslichkeit. Doch wir mutmassten, dass er uns auf diese Weise belauschte.»
«Herausgerissenes Herz»
An dieser Situation könne man das zerrüttete Verhältnis zwischen den Spielern und der Vereinsführung zu dieser Zeit gut festmachen, heisst es im Buch weiter. Knäbel verliess Schalke im Sommer 2024 auf eigenen Wunsch und wurde ein Jahr später zum Präsidenten des Schweizerischen Fussballverbands.
Fährmann berichtet in seiner Biografie, wie das Verhältnis zwischen ihm und seinem Herzensklub über die Jahre immer mehr zerbrach. Von «herausgerissenem Herz und Seele», ist die Rede. Auch weitere ehemalige Wegbegleiter wie Mark Wilmots oder andere frühere Cheftrainer und Staffmitglieder bekommen im Buch ihr Fett weg.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.