Familienvater und Neonazi (42) soll 27-Jährigen getötet haben

- Ein 27-jähriger Deutscher ist Mitte Oktober nach einer Schlägerei in einem Eventlokal in Tuggen SZ gestorben.
- Der 42-jährige Tatverdächtige gehört laut «Sonntagsblick» seit Jahrzehnten dem Netzwerk Blood and Honour an.
- Ihm wird vorsätzliche Tötung vorgeworfen, er sitzt in Untersuchungshaft; es gilt die Unschuldsvermutung.
Mitte Oktober ist ein 27-jähriger Deutscher nach einer Schlägerei in einem Eventlokal in Tuggen SZ verstorben. Recherchen vom «Sonntagsblick» zeigen nun, dass der 42-jährige Tatverdächtige seit Jahrzehnten dem rechtsextremen Netzwerk Blood and Honour angehört. Die Gruppierung steht unter Beobachtung des Nachrichtendienstes des Bundes. In Deutschland ist sie verboten.
Dem Bericht zufolge verkehrt der tatverdächtige Schweizer seit mindestens 2008 in der rechtsextremen Szene und seit 2012 im Innerschweizer Ableger von Blood and Honour. Wohnhaft war der Mann bis zu seiner Festnahme in der Zentralschweiz. Er hat eine Familie und war in seiner Freizeit als Fischer unterwegs.
Familienvater und Fischer
Der Tatverdächtige war laut «Sonntagsblick» bereits 2019 in eine Auseinandersetzung während einer Anti-Rassismus-Demo in Schwyz involviert. Mindestens ein Demonstrant wurde verletzt, als die beiden Seiten aufeinander losgingen. Ausser einer Illustration eines Nazi-Soldaten, der mit Mutter und zwei Kindern vor einem Weihnachtsbaum posiert, hinterliess er im Netz wenig Spuren seiner Gesinnung.
Nun wird ihm vorsätzliche Tötung vorgeworfen, bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Wie genau der 27-Jährige gestorben ist, wird weiterhin ermittelt. Zeugen erzählen, er und der 42-Jährige seien aneinandergeraten, nachdem der DJ einen Song der rechten Rockband Landser aufgelegt hatte. Zuvor fand ein Konzert der Punkband Krawallbrüder statt.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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