Instagram-Profi plötzlich weg: Torwart Owono meldet sich nach tödlichem Foul an De Miguel

Spaniens Fußball trauert um Teneriffas Stürmer Jesús de Miguel. Der Profi wird überhart gefoult und erleidet einen Herzstillstand. Nun meldet sich der schwer erschütterte Torwart Jesús Owono zur Wort, der das Foul begangen hat.
Die siebte Minute der Nachspielzeit des Zweitliga-Spiels zwischen CD Teneriffa und dem FC Andorra kostet Jesus De Miguel das Leben. Bei einem Konter kurz hinter der Mittellinie kracht der Stürmer mit dem gegnerischen Torhüter Jesus Owono zusammen. Es ist ein überhartes Foul des Keepers.
Jesus De Miguel stirbt wenige Stunden später im Krankenhaus. Der spanische Fußball steht unter Schock. Eine Mordkommission der Nationalpolizei nimmt Ermittlungen auf. Der Fall stehe bereits unter gerichtlicher Aufsicht. Jesus Owono wird im Internet als "Mörder" beschimpft.
"Wird mich mein ganzes Leben begleiten"
Am frühen Mittwochmorgen meldet sich Owono bei Instagram zu Wort und gibt Einblick in seine Gefühlswelt. "Ich bin zutiefst erschüttert über das, was gestern auf dem Spielfeld geschehen ist", schreibt der 25-Jährige, der auch Nationaltorwart von Äquatorialguinea ist. "Was eigentlich nur ein weiteres Fußballspiel hätte sein sollen, entwickelte sich zu einer Tragödie, die mich mein ganzes Leben lang begleiten wird."
Es sei, betont er, nie seine Absicht gewesen irgendjemandem zu schaden. "Es war ein schrecklicher Unfall – etwas, das ich von ganzem Herzen gerne ungeschehen machen würde." Keine Worte könnten den Schmerz, die Schuldgefühle und den Kummer ausdrücken, den er empfinde. "Mein tiefstes Mitgefühl gilt der Familie, seinen Freunden, seinen Kollegen und allen, die ihn geliebt haben."
"Es tut mir unendlich leid"
Fußball, so scheibt Owono weiter, bedeute ihm alles, "doch kein Spiel, kein Sieg und keine Rivalität sind jemals ein Menschenleben wert. Es tut mir unendlich leid. Ich werde diese Last für immer mit mir tragen. Ruhe in Frieden." Owonos Klub, der FC Andorra, hatte unmittelbar nach der Todesnachricht am Dienstagmorgen sein Bedauern und Mitgefühl geäußert. "Mit gebrochenem Herzen und zutiefst erschüttert möchten wir der Familie von Jesús de Miguel, all seinen Weggefährten und Freunden sowie dem CD Teneriffa unser aufrichtiges Beileid aussprechen. Ruhe in Frieden", teilte der Verein mit.
Die Anteilnahme machte an den Landesgrenzen nicht halt. Der europäische Verband UEFA, FIFA-Boss Gianni Infantino sowie zahlreiche ausländische Klubs bekundeten ihr Beileid.
Schiedsrichter bricht Partie ab
Die dramatische Szene hatte sich in der Nachspielzeit ereignet. Nach dem Zusammenprall krümmte sich De Miguel vor Schmerzen. Für die Aktion sah Owono Rot. Die Spieler beider Teams wirkten vom Anblick des Verletzten erschüttert, der Schiedsrichter brach die Partie beim Stand von 2:2 ab.
Auf dem Weg ins Krankenhaus mussten Rettungskräfte den Fußballer dann wiederbeleben, wie es in einer ersten Klub-Mitteilung hieß. Zu diesem Zeitpunkt atmete der Fußballer selbstständig, war aber bewusstlos. Um 8:00 Uhr morgens erlag der Profi seinen Verletzungen. "Es gibt keine tröstenden Worte; nichts kann diese unermessliche Trauer lindern", schrieb der CD Teneriffa.
Der in Madrid geborene Stürmer hatte sich seinen Weg in den Profifußball über mehrere unterklassige spanische Vereine erarbeitet. Nach Stationen unter anderem bei Unionistas de Salamanca und CD Castellón wechselte er im Sommer 2025 nach Teneriffa. Dort wurde er schnell zu einer wichtigen Stütze: Mit elf Toren trug er maßgeblich zum Aufstieg in die zweite Liga bei. Gleich zu Beginn seiner Zeit hatte er mit sechs Treffern in den ersten fünf Pflichtspielen einen Vereinsrekord aufgestellt.
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