Reaktionen zu Susch GR – Viel Mitgefühl, grosse Anteilnahme – und eine Schweigeminute

Erste Kerzen liegen an der Unfallstelle, die Betroffenheit in der Schweiz und in den Niederlanden ist gross: Fünf von 45 Insassen eines niederländischen Reisecars, der in Susch GR verunfallte, sind tot. Alle anderen sind verletzt – drei schwer.
Die Bündner Regierung hat am Nachmittag im Rahmen eines Treffens mit Aussenminister Ignazio Cassis im Dorf Soglio GR – eineinhalb Autostunden vom Unfallort entfernt – eine Schweigeminute abgehalten, um der Opfer zu gedenken.
Die Anwesenden sprachen ihr «tiefes Mitgefühl» mit den Opfern des tragischen Unfalls und ihren Angehörigen aus, heisst es in einem Beitrag auf X. Sie dankten den Einsatzkräften und Behörden für ihren Einsatz. Cassis habe dem niederländischen Aussenminister Tom Berendsen «die volle Unterstützung der Schweiz» zugesichert.
Parmelin, Page, Engler: Schweizer Politspitzen kondolieren
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Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich betroffen über den Carunfall in Graubünden. «Ich bin zutiefst schockiert und bestürzt über den heutigen tragischen Unfall mit einem niederländischen Reisebus in Graubünden», schrieb er auf X. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. Den Familien sprach er sein Beileid aus.
Zudem dankte Parmelin den zahlreichen Rettungskräften für ihren Einsatz. Die zuständigen Schweizer Behörden würden dafür sorgen, dass eine umfassende und gründliche Untersuchung durchgeführt werde, um alle Umstände des Unfalls aufzuklären.
Ebenfalls den Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen haben Nationalratspräsident Pierre-André Page (SVP/FR) wie auch der Bündner Ständeratspräsident Stefan Engler (Mitte). Sie zeigten sich ebenfalls bestürzt über den Vorfall und wünschten den Verletzten «viel Kraft und eine rasche Genesung». Auch sie sprachen allen Helfenden vor Ort ihren aufrichtigen Dank aus.
Zu Wort gemeldet hat sich inzwischen auch der Präsident der Gemeinde Zernez GR, zu der auch Susch gehört. Gegenüber SRF sagt Domenic Toutsch, das Unglück mache ihn schon betroffen. Er spricht von den niederländischen Familien zu Hause, die nicht wissen, was mit ihren verletzten Angehörigen geschieht.
Aber weil keine Menschen aus dem Dorf direkt von der Tragödie betroffen sind, sei man «ein bisschen differenziert unterwegs in der Emotion», so der Gemeindepräsident.
Botschafterin auf Spitalbesuch, Regierung «schockiert»
Die niederländische Botschafterin traf am Vormittag im Engadin ein. Anschliessend traf sie sich mit niederländischen Staatsangehörigen in Samedan GR in einem Spital. Auch der Direktor des betroffenen Reiseveranstalters Oad soll dabei gewesen sein, wie die Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf den Sprecher des niederländischen Aussenministeriums berichtete.
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Bild 1 von 2. Erste Kerzen brennen an der Unfallstelle – zum Gedenken an die Verstorbenen. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 2. Die Unfallstelle ist geräumt, die Strasse wieder befahrbar. Doch der Verlust von Menschenleben an der Stelle schmerzt die Schweizer Politik – und die niederländische besonders. Bildquelle: SRF.
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Bereits am Morgen äusserte sich die niederländische Regierung zu Wort – und zeigte sich schockiert. «Ein schreckliches Unglück in der Schweiz», schrieb Premierminister Rob Jetten auf X. Die Gedanken seien bei den Opfern und deren Angehörigen, so Jetten weiter.
Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, allen, die derzeit in Sorge um das Schicksal ihrer Liebsten sind, sowie den Verletzten.
Aussenminister Berendsen konnte bislang keine weiteren Informationen mitteilen, wer etwa die verstorbenen fünf Personen sind, was die Ursache des Unfalls betrifft, oder wann die ersten Personen im verunfallten Bus in die Niederlande zurückkehren werden. «Die Informationen entwickeln sich noch», erklärte er im niederländischen Parlament.
Die verunfallten Personen seien über mehrere Spitäler in der Region verteilt, fügt Berendsen an. Man werde dafür sorgen, dass die niederländische Botschaft mit allen betroffenen Personen und ihren Angehörigen in Kontakt bleibe.
Zudem meldete sich das niederländische Königshaus zu Wort: «Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, allen, die derzeit in Sorge um das Schicksal ihrer Liebsten sind, sowie den Verletzten», liess das königliche Paar Willem-Alexander und Máxima verlauten. Man fühle sich in dieser grossen Tragödie mit den Betroffenen verbunden.
Der betroffene niederländische Reiseveranstalter Oad äusserte sich in einer ersten Stellungnahme ebenfalls bestürzt über den Carunfall. «Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen», hiess es. Gegenüber dem «De Telegraaf» sagte das Unternehmen, man habe «einige Mitarbeitende» an den Unfallort geschickt. Sie seien inzwischen vor Ort.
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