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Tuesday, October 6, 2026

200-Mio.-Verlust und raus aus Oscar-Rennen? Tom Cruise floppt

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  • Tom Cruises neuer Film «Digger» ist mit nur 20 Millionen Dollar Einnahmen am Startwochenende ein massiver Flop.
  • Produktion und Marketing kosteten zusammen rund 280 Millionen Dollar – Experten rechnen mit Verlusten von 150 bis 200 Millionen Dollar.
  • Cruise spielt in «Digger» mit Glatze und Prothesen einen Ölmagnaten – ob ihm das seinen ersten Oscar einbringt, entscheidet sich am 2. März in Los Angeles.

Acht Millionen Dollar in den USA und zwölf Millionen im Rest der Welt: So viel spielte Tom Cruises neuester Film «Digger» an seinem ersten Kinowochenende ein – ein Wert, der oft als Schlüsselindikator für den Erfolg eines Films gilt. Ein Tropfen auf den heissen Stein, verglichen mit den gigantischen Produktionskosten von 180 Millionen Dollar. Hinzu kommen noch 100 Millionen Dollar für die Vermarktung und um Tom Cruise ins Rennen um den Oscar zu schicken.

Laut dem Fachblatt «Variety» müsste «Digger» – eine Gesellschaftssatire, die weit entfernt von den Actionfilmen ist, in denen das Publikum Tom Cruise gewohnt ist – weltweit rund 350 Millionen Dollar einspielen, um die Kosten zu decken. Doch Experten der Hollywood-Industrie glauben nicht daran: Sie rechnen mit Verlusten von 150 bis 200 Millionen Dollar.

«Seien wir ehrlich: Wo steht Tom Cruise heute? Er ist eine Franchise-Maschine. Wird das Publikum ihn jemals wieder als Schauspieler betrachten können, der sich neu erfinden kann, nachdem er sich das Image eines Actionhelden aufgebaut hat?», fragt sich Experte Jeff Bock im amerikanischen Fachblatt. Genau das ist die entscheidende Frage.

Der Trailer zum Film «Digger».

Auf Wiedersehen, Stunts, willkommen, Glatze

In «Digger», inszeniert von Alejandro González Iñárritu (Oscar-Gewinner 2016 für «The Revenant», der weltweit 533 Millionen Dollar einspielte), verzichtet Tom Cruise auf spektakuläre Stunts. Stattdessen trägt er eine künstliche Glatze und Prothesen, um einen Ölmagnaten zu verkörpern, der vorgibt, den Planeten vor einer Katastrophe zu retten, die er selbst verursacht hat. Eine «Oscar-Rolle» – zumindest auf dem Papier.

Denn die Kritiken sind gespalten. Während der «Guardian» den Film als «verkanntes Meisterwerk» bezeichnet, findet das «Wall Street Journal» den Humor der Dialoge «grotesk und langweilig». «Tom Cruise versucht zu krampfhaft, witzig zu sein […] Dieser Film verhält sich zum Humor wie Exxon zu Greenpeace», urteilt der Journalist des Wirtschaftsblatts. Andere berichten von einem Plottwist wie bei «The Drama», der den Film am Ende nochmals aufwerte.

Was hältst du von Tom Cruises Versuch, sich mit «Digger» neu zu erfinden?

Kritiker erkennen dennoch Tom Cruises Leistung an

Und das Publikum? Manche finden, Tom Cruises Figur sei «meisterhaft verkörpert», andere vergleichen den Film mit Stanley Kubricks Kultklassiker «Dr. Seltsam». Eine Minderheit zeigt sich weniger begeistert: «Nichtssagend», «lang und zermürbend», «übertrieben und ermüdend» ist dort unter anderem zu lesen.

Cineasten und Kritiker erkennen dennoch Tom Cruises Leistung in dieser Gegen-den-Strich-Rolle an. Wird sie ihm endlich den Oscar als bester Schauspieler einbringen, der ihm bisher immer verwehrt blieb? Nicht unbedingt. «Seine Performance wirkt so, als würde er verzweifelt nach dem goldenen Männchen greifen, was meiner Meinung nach gegen ihn arbeiten könnte», prophezeit Tom Percival im britischen «Metro». In Ermangelung von Millionen wäre das immerhin etwas. Das Urteil folgt am 14. März, wenn die Oscar-Verleihung in Los Angeles stattfindet.

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Eva Grau

von

Eva Grau (egr) ist seit 2009 für die Rubrik Gesundheit bei 20 minutes verantwortlich. Ihre Themen: Gesundheit sowie Promi- und Kultur-News.

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