Führungswechsel bei NZZ – Eric Gujer gibt NZZ-Chefredaktion ab

- Bei der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) gibt es einen Wechsel in der Chefredaktion.
- Eric Gujer gibt seinen Posten als Chefredaktor nach rund zwölf Jahren ab, schreibt die NZZ.
- Der 64-Jährige bleibt aber bei der Zürcher Mediengruppe und wird ab Februar Herausgeber Deutschland.
Wer neuer Chefredaktor oder neue Chefredaktorin der NZZ wird, ist noch offen. Gujers Nachfolge soll bis Ende des Jahres geklärt werden. Die NZZ habe den Anspruch, die Stelle intern zu besetzen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag hiess. Neben «ausgezeichneten Kandidatinnen und Kandidaten» aus dem eigenen Haus würden aber auch externe Kandidaturen geprüft. Der Entscheid soll im vierten Quartal 2026 fallen.
Insgesamt ist Gujer seit vierzig Jahren für die NZZ tätig. Vor seiner Zeit als Chefredaktor war der 64-Jährige Auslandschef. Unter Gujers Führung ist die NZZ in Deutschland stark gewachsen.
CH-Media-Verkauf belastet NZZ-Ergebnis
Box aufklappen Box zuklappen
Die NZZ hat im ersten Halbjahr 2026 einen Konzernverlust von 3.4 Millionen Franken ausgewiesen. Ursache ist ein einmaliger buchhalterischer Effekt im Zusammenhang mit dem Verkauf der restlichen Beteiligung an CH Media. Bereinigt resultierte ein Minus von 1.2 Millionen Franken nach einem Gewinn von 8.7 Millionen im Vorjahr.
Operativ entwickelte sich das Geschäft positiv: Das bereinigte EBIT stieg um 2.6 Prozent auf 5.1 Millionen Franken. Im Lesermarkt legten die Erträge dank «NZZ Pro» und des Deutschland-Geschäfts um 7 Prozent auf 49.7 Millionen Franken zu, während die digitalen Werbeerträge um 8 Prozent auf 26 Millionen Franken wuchsen.
In seiner neuen Funktion soll sich Gujer mit den grossen Linien der deutschen und internationalen Politik befassen und die publizistische Präsenz der NZZ in Deutschland weiter stärken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Überdies werde Gujer die Leitung der Veranstaltungsreihe «NZZ Podium» übernehmen und weiterhin die Gesprächssendung «NZZ Standpunkte» verantworten, die auf SRF zu sehen ist.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.