Deutsche Exporte gehen zurück: Importe chinesischer Autos steigen um 120 Prozent

Deutsche Exporte gehen zurückImporte chinesischer Autos steigen um 120 Prozent
21.09.2026, 11:39 Uhr

Deutschland wird seine Autos nicht nur immer schwerer in China los, die Deutschen importieren auch immer mehr Autos aus Fernost. Die explosionsartige Nachfrage katapultiert das Land gar auf Platz eins der Importländer. Die deutschen Exporte schwächeln dagegen - vor allem in ein Land.
China ist in den ersten sieben Monaten dieses Jahres für Deutschland zum wichtigsten Lieferland für Importautos geworden. Die Autoimporte aus Fernost legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 120,9 Prozent auf 175.000 Pkw zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Auch die Autoimporte aus Tschechien legten um 22,9 Prozent zu, dennoch fiel das Nachbarland mit 173.000 nach Deutschland exportierten Autos im Ranking nun hinter China zurück. Mit 157.000 Fahrzeugen landete Spanien auf Rang drei.
Insgesamt stiegen die Einfuhren von Autos stark an auf 1,3 Millionen Pkw - mengenmäßig bedeutet dies einen Anstieg um 16,0 Prozent und wertmäßig um 12,6 Prozent. Zugleich gingen die Exporte zurück auf 2,0 Millionen Stück - mengenmäßig ein Minus von 4,0 Prozent und wertmäßig von 8,9 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro. Deutschland exportierte in den ersten sieben Monaten des Jahres demnach nur noch 700.000 Autos mehr als es importierte.
Die wichtigsten Abnehmer deutscher Autos waren Großbritannien (258.000 Autos), die USA (245.000 Autos) und Italien (147.000 Autos). Verbrenner machten 52,7 Prozent der Exporte aus (rund eine Million Fahrzeuge), Pkw mit Elektromotor hatten 28,1 Prozent Anteil (560.000 Fahrzeuge) und Hybridfahrzeuge 19,2 Prozent (380.000). "Diese Anteile blieben weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum", erklärten die Statistiker.
Speziell im Handel mit den USA gab es vor dem Hintergrund der erratischen Zollpolitik von Präsident Donald Trump größere Verschiebungen. Die Exporte gingen mengenmäßig um 2,6 Prozent zurück, wertmäßig jedoch um 17,1 Prozent. Mit Abstand den größten Teil der Exporte in die USA machten mit 80,8 Prozent Verbrenner aus. Elektroautos kamen hingegen nur auf einen Anteil von 10,0 Prozent, Hybride auf 9,2 Prozent. Dieser Trend hat sich deutlich verstärkt: Die Verbrenner-Exporte stiegen im Jahresvergleich stark an, die E-Auto- und Hybrid-Exporte brachen ein.
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