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Friday, October 9, 2026

Mann beim Einparkieren angeschossen: ICE rechtfertigt Vorfall

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  • Ein ICE-Beamter hat in New York einem 28-Jährigen beim Einparkieren in den Hals geschossen – im Auto sass auch ein Fünfjähriger.
  • Das US-Heimatschutzministerium rechtfertigt den Einsatz: Die Beamten hätten ihr Leben und das der Öffentlichkeit in Gefahr gesehen.
  • New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul fordert von Trump einen Stopp der ICE-Einsätze und die Veröffentlichung der Bodycam-Aufnahmen.

Nach Schüssen der US-Einwanderungsbehörde ICE auf einen Mann in New York hat das US-Heimatschutzministerium den Einsatz verteidigt. Die Beamten seien überzeugt gewesen, dass ihr Leben, das ihrer Einsatzpartner sowie die Öffentlichkeit in Gefahr gewesen seien, und hätten deswegen Schüsse abgegeben, sagte Marcos Charles, stellvertretender Leiter der Abteilung ERO, die für die Durchsetzung von Verhaftungen und Abschiebungen unrechtmässiger Migranten in den USA zuständig ist.

Mann soll zu Diebesbande gehören

Die Beamten hatten dem 28-Jährigen am Donnerstag nach Angaben der New Yorker Polizei in den Hals geschossen, als dieser gerade einparkierte. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AP. Dabei sei der Verdächtige «oberflächlich» von einer der Kugeln oder von Splittern am Hals getroffen worden, sagte Charles weiter. Die ICE-Beamten wollten einen Haftbefehl vollstrecken, nachdem er sich bereits im September einer Verhaftung entzogen hatte. Der Mann gehört laut der Trump-Regierung zu einer Bande, die für Diebstähle mit Waffen und Mopeds bekannt ist.

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«Der Mann ist am Leben und befindet sich in einem örtlichen Krankenhaus», schrieb das US-Heimatschutzministerium auf der Plattform X. Der Mann habe bei dem Einsatz festgenommen werden sollen. New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani teilte mit, ersten Berichten zufolge hätten Einsatzkräfte das Auto des Manns umringt, in dem auch ein fünfjähriges Kind war. Dann seien mehrere Schüsse abgegeben worden. Das Kind blieb nach bisherigem Kenntnisstand körperlich unverletzt. Charles zufolge wussten die Beamten nichts von dem Kind.

Gouverneurin fordert Stopp von ICE-Einsätzen

Der Vorfall trug sich am Nachmittag (Ortszeit) im Stadtteil Marble Hill zu, einem Wohnviertel nahe der Insel Manhattan auf dem Festland der Metropole. Auf Twitter schrieb New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul, dass sie am Donnerstag mit Trump gesprochen habe. «Ich habe in meinem Namen meine Empörung zum Ausdruck gebracht und ihn aufgefordert, die ICE-Einsätze in New York einzustellen. Ausserdem habe ich darum gebeten, dass alle Aufnahmen der Bodycams von der Schiesserei der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, damit wir den Sachverhalt klären und die Wahrheit herausfinden können.»

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Benedikt Hollenstein

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.

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