Weitere Festnahme im kuriosen Fall vom RAF-Stützpunkt

- Nach dem Zwischenfall nahe dem britischen Militärstützpunkt RAF Fairford ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden.
- Dem 22-jährigen Briten wird von der Anti-Terror-Polizei die Vorbereitung einer terroristischen Handlung vorgeworfen.
- Zuvor waren bereits sechs Männer verhaftet worden, die inzwischen alle unter Auflagen wieder auf freiem Fuss sind.
Nach dem Zwischenfall am britischen Militärstützpunkt, der weltweit für Aufsehen sorgte, ist ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Dem 22 Jahre alten Briten werde die Vorbereitung einer terroristischen Handlung vorgeworfen, teilte die Anti-Terror-Polizei mit.
Zuvor hatte es bereits insgesamt sechs Festnahmen gegeben, die verdächtigen Männer sind inzwischen unter Auflagen wieder auf freiem Fuss. Dies sorgte auch für Verwirrung. Mehrere Sicherheitsexperten wiesen darauf hin, dass die Verdächtigen länger in Haft geblieben wären, hätte man stichfeste Hinweise auf einen Anschlagsversuch gehabt.
Ermittlungen dauern weiterhin an
«Die Ermittlungen dauern weiterhin an, und unsere spezialisierten Teams gehen mehreren Ermittlungsansätzen nach, um die Umstände der Ereignisse in der Nähe von RAF Fairford aufzuklären», erklärte eine Sprecherin. «Uns ist sehr bewusst, dass diese Ermittlungen auf grosses öffentliches Interesse stossen.» Es würden weiterhin mehrere Ermittlungsansätze verfolgt.
Bei dem Zwischenfall in der Nähe des seit langer Zeit von US-Truppen genutzten Stützpunktes Ende September waren zunächst vor Ort fünf Männer aufgegriffen worden, die in Lieferwagen unterwegs waren. Ein sechster Verdächtiger wurde in den Folgetagen zwischenzeitlich festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen britisch-iranischen Doppelbürger.
Potenziell komplexer Angriff
Am Wochenende hatte das Pentagon in den USA den Abzug der Bomber auf dem RAF-Stützpunkt bestätigt. Seitdem wird über die Hintergründe spekuliert. US-Präsident Donald Trump sagte, dass es Bedrohungen gegeben habe. «Warum sollten wir die Bomber also dort lassen? Also haben wir sie ein wenig verlegt, nicht sehr weit», sagte er am Montag.
Sein Aussenminister Marco Rubio hingegen sagte: «Ich würde die Verschiebung nicht unbedingt mit etwaigen Bedrohungen in Verbindung bringen. Rotationen gibt es immer wieder».
US-Medien berichteten, die Langstreckenbomber seien aus Sorge vor einem möglichen iranischen Drohnenangriff abgezogen worden. Es habe dringende Bedenken vor einem potenziellen komplexen Angriff – angeordnet von den iranischen Revolutionsgarden – gegeben, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf über die Angelegenheit informierte US-amerikanische und europäische Beamte.
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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