Nelly erhält Busse für Parkplatz, für den man nicht bezahlen kann

- News-Scout Nelly aus dem Kanton Zürich soll 90 Franken Parkbusse zahlen, obwohl sie für ihren Parkplatz gar nicht bezahlen konnte.
- Am 5. August hatte sie bei einem Gewerbegebäude im Zürcher Glattpark auf Platz Nr. 18 parkiert – die Parkuhr listete jedoch nur Plätze bis Nr. 16.
- Die Geschäftsleitung des Gebäudes kann auf Anfrage keine Auskunft zum konkreten Fall geben und verweist an die zuständige Parkplatzverwaltungsfirma.
«Missachtung des Parkverbots»: Nelly (35) erhielt kürzlich eine happige Busse, weil sie ihr Auto beim Gewerbegebäude TMC abgestellt hat, ohne zu bezahlen. Das Ganze sei nicht ihre Schuld gewesen, beteuert die Zürcherin: «Platz 18, auf dem mein BMW stand, liess sich auf der Parkuhr gar nicht anwählen.»
Die Parkplätze 17 und 18 seien frisch gestrichen gewesen», sagt Nelly. Daher habe sie ohne Bedenken auf einem der Plätze parkiert. Bei der Parkuhr angekommen, folgte dann die Überraschung: «Man konnte nur bis zur Nummer 16 bezahlen. Ich konnte den Platz Nummer 18 gar nicht erst anwählen.»
«Konnte Parkplatz Nr. 18 gar nicht erst anwählen»
Um sich selbst abzusichern, habe sie von der Parkuhr ein Foto gemacht, sagt Nelly. «Damit ich beweisen kann, dass die Zahlen tatsächlich nur bis zur 16 gingen.»
Kurz darauf sei die erste Busse ins Haus geflattert. «In der Folge habe ich eine Mahnung nach der anderen erhalten. Um meine Situation zu erklären, habe ich der zuständigen Parkplatzverwaltungsfirma E-Mails geschrieben, ich habe sie angerufen – selbst einen eingeschriebenen Brief habe ich per Post verschickt», erzählt die 35-Jährige.
Frustration wegen ausbleibender Kommunikation
Eine Antwort erhalten habe sie nicht: «Ich erhielt lediglich standardisierte Empfangsbestätigungen.» Die 35-Jährige findet: «Das ist einfach mühsam. Ich weiss gar nicht, wie ich mit ihnen in Kontakt treten soll.»
Nelly betont: «Wenn etwas mein Fehler ist, bezahle ich selbstverständlich. Doch ich habe wirklich nicht das Gefühl, dass ich hier falsch liege – deshalb finde ich es auch nicht richtig, die Busse zahlen zu müssen.»
Bezahlung per App nötig
Die Geschäftsleitung des Gewerbegebäudes TMC kann auf Anfrage keine Auskunft zum konkreten Fall geben. Sie verweist auf die Beppo AG, die die Parkplatzverwaltung und das Büssen von Falschparkern für das TMC übernimmt.
Eine Anfrage von 20 Minuten an die zuständige Parkplatzverwaltungsfirma Beppo AG blieb bisher unbeantwortet. Nach der Kontaktaufnahme von 20 Minuten hat Nelly aber ein Schreiben erhalten, in dem die Firma auf die Parkanwendung «parkingpay» verweist.
Die Firma schreibt: «Wie auf dem Parkautomaten angegeben, kann die Parkanwendung verwendet werden, um für Parkplätze zu bezahlen, die nicht auf dem Parkautomaten abgedeckt sind. Da der Parkplatz Nummer 18 am Automaten nicht zur Auswahl verfügbar war, beachten Sie bitte, dass die App möglicherweise erforderlich war, um die Bezahlung abzuschliessen.»
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Lisa Arnold (lia) arbeitet seit März 2026 bei 20 Minuten als Praktikantin im Ressort Zürich.
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