Enorme Nachfrage nach openDesk – Partnerprogramm startet jetzt
Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) hat ein Partnerprogramm für die Kollaborationssuite openDesk gestartet. Erstmals können neben öffentlichen IT-Dienstleistern auch privatwirtschaftliche Cloud-Service-Provider und IT-Dienstleister eigene Angebote auf Basis der openDesk Enterprise Edition aufbauen. Das ZenDiS will dafür ein Netzwerk aus Betriebs-, Vertriebs- und Implementierungspartnern etablieren.
Das im Oktober 2024 gestartete openDesk ist eine modulare Arbeitsumgebung für Behörden und andere Organisationen, die Wert auf digitale Souveränität legen. Die Suite bündelt typische Funktionen für Kommunikation und Zusammenarbeit, etwa Dateiaustausch, Office-Anwendungen, E-Mail, Kalender und Videokonferenzen. Sie soll insbesondere öffentlichen Verwaltungen eine Alternative zu proprietären Cloud-Suiten wie Microsoft 365 bieten.
Partner sollen Einführung und Betrieb übernehmen
Mit dem Partnerprogramm bindet das ZenDiS Cloud-Anbieter, Distributoren und Integratoren aus der Privatwirtschaft in die Vermarktung von openDesk ein. Das Programm richtet sich also an Unternehmen, die openDesk selbst anbieten, vertreiben, implementieren oder betreiben wollen. Die Partnerkategorien und Anforderungen beschreibt das ZenDiS detailliert in seiner Mitteilung zum Start des openDesk-Partnerprogramms.
Konkret schreibt das ZenDiS zunächst drei Partnerkategorien aus. Als „Official Distributor“ werden Value-Add-Distributoren autorisiert, die privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister mit openDesk-Subskriptionen versorgen wollen. Sie sollen außerdem die künftige Reseller-Landschaft betreuen und nachweislich Erfahrung in der Vermarktung von Open-Source-Lösungen haben.
Die Kategorie „Approved Sovereign Service Provider“ richtet sich an Cloud-Service-Provider, die openDesk als Software as a Service (SaaS) anbieten. Das ZenDiS verlangt dafür unter anderem ein BSI-C5-Testat sowie SEAL Level 3 nach dem European Cloud Sovereignty Framework. Damit müssen diese Anbieter definierte Anforderungen an Sicherheit und digitale Souveränität erfüllen.
Als „Approved System Integrator“ sucht das ZenDiS schließlich Full-Service-IT-Dienstleister mit nachgewiesener Open-Source- und Kubernetes-Expertise. Sie müssen zudem Erfahrung mit Aufbau und Betrieb von openDesk vorweisen können, sowohl in On-Premises-Installationen als auch als Managed Service.
Distributoren und Approved-Partner sucht das ZenDiS über ein offizielles Zulassungsverfahren; die ausgewählten Unternehmen werden direkt vom ZenDiS betreut. Das Verfahren steht interessierten Unternehmen ab sofort offen. ZenDiS-Geschäftsführerin Pamela Krosta-Hartl erklärt: „Mit dem openDesk-Partnerprogramm liefern wir eine Antwort auf die enorme Nachfrage nach unserer souveränen Office- und Kollaborationssuite. Kunden aus Verwaltung und Wirtschaft können künftig aus einer Vielzahl professioneller Angebote wählen und ihre Souveränitätsprojekte bedarfsgerecht umsetzen.“
IT-Dienstleister ohne Zulassungsverfahren
Daneben sieht das Modell einen Reseller-Weg ohne Zulassungsverfahren vor. Privatwirtschaftliche IT-Dienstleister, die die Anforderungen für die Approved-Partner nicht erfüllen, können dennoch Angebote auf Basis der openDesk Enterprise Edition aufbauen. Sie werden dabei über die autorisierten Value-Add-Distributoren betreut. Das ZenDiS plant zudem weitere Partnerkategorien, darunter „Approved Consulting Partner“ für Beratungsleistungen rund um openDesk.
↑★Empfehlung 2Lesen Sie auchRechtsklick für weitere Optionen2026-08-28|07:00 openDesk: Wie die Microsoft-Alternative auch bei Unternehmen ankommen sollBID 5147960 (fo)
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