ESPNWhite Sox's Montgomery sets single-season strikeout record with 224RTP DesportoFinalíssima em Pontevedra. Vasco Vilaça procura título mundial de triatloThe Jerusalem PostAuthenticity and Modernity Party wins Morocco vote, Islamists return to oppositionPunchPeter Obi not godfather to Soludo’s children — First Lady’s aideCNN TürkTürkiye’nin en sıcak ve en kurak yılları belli olduInquirerAfrican swine fever on pigs confirmed in Agutaya, PalawanESPN DeportesRussell le gana a Max en emocionante final en GP de AzerbaiyánObservador DesportoQuatro corpos recuperados após explosão em AtenasThe GuardianSlovenia v Scotland: Nations League – liveBBC SportRepublic of Ireland confirm Israel game will go aheadFox NewsKate Upton retires, high school football game rocked by what some say is a cheap shot & iOSU's new kicker?BBC عربيالبيت الأبيض يمنع "سي إن إن" من مرافقة ترامب على متن الطائرة الرئاسية "إير فورس وان"
The Daily Newsstand · Free, Always
Saturday, September 26, 2026

Vegan mit Wow-Effekt – Noah Rechsteiner bringt den Garten auf den Gourmetteller

Translate

«Das ist unser Signature Dish, Purple Rain – übrigens ein Lieblingssong meines Vaters», erklärt Noah Rechsteiner seinen Gästen. Es handelt sich um ein Rotkohlrisotto, das mit verschiedenen Komponenten kombiniert und auf einem Stein angerichtet serviert wird. Es ist nur einer von insgesamt fünf bis sechs Gängen, die an diesem Abend aus der Gourmet-Küche des «Anoah» kommen.

In dieser werden derzeit unter anderem Radieschen in Schokolade getunkt, Wassermelonen zu Sashimi geschnitten oder Tomaten einmal roh und einmal getrocknet verarbeitet. Das Menü wechselt monatlich und orientiert sich an der Saison. Seit bereits sieben Jahren zeigen Noah Rechsteiner und sein Team, was sich aus rein pflanzlichen Zutaten kulinarisch machen lässt.

Anfang Bildergalerie

Bildergalerie überspringen

  • Bild 1 von 3. Seit sieben Jahren zeigt Rechsteiner unter dem Namen «Anoah», was pflanzenbasierte Küche kann – seit 2024 am festen Standort am Zürcher Rigiplatz. Bildquelle: SRF.

    Ein lächelnder Mann mit Schnurrbart im Restaurant, umgeben von Dekor und Gästen im Hintergrund.
  • Bild 2 von 3. Neuerdings wird das Restaurant im Gault Millau mit 13 Punkten geführt. Küchenchef ist seit 2024 Leon Paczkowski. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 3. Rechsteiner ist zwar gelernter Koch – doch heute zieht es ihn eher aus der Küche und zu den Gästen. Bildquelle: SRF.

Ende der Bildergalerie

Zurück zum Anfang der Bildergalerie.

Anerkennung gibt es inzwischen auch aus der Gastronomiebranche: Das «Anoah» wird neu mit beachtlichen 13 Punkten im Gault Millau geführt. Bereits zuvor zeichnete das Branchenmagazin «Falstaff» Rechsteiners Restaurant als «Plant-Based-Restaurant des Jahres» aus.

Früh Verantwortung übernommen

Noah Rechsteiners Weg in die Gastronomie beginnt mit 15 Jahren: Er unterschreibt seinen Lehrvertrag im Zürcher Hotel Widder, nimmt an Kochmeisterschaften teil, sammelt Erfahrungen in Küchen im Ausland und macht mit 19 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit.

«Ich glaube, am Anfang wurden wir gerade auch in der Gastro-Szene etwas belächelt», erinnert sich Rechsteiner. Er habe Berufskollegen überholt, die schon deutlich länger in der Branche tätig gewesen seien. Und mancher Gast sei wohl vor allem ins «Anoah» gekommen, um zu sehen, was dieser junge Mann überhaupt zu bieten habe.

Im ‹Anoah› wollen wir zeigen, dass Gastronomie auch funktioniert, ohne 100 Stunden pro Woche zu arbeiten.

Was die Selbstständigkeit kostet, weiss er heute ebenfalls: weniger Zeit für Freunde, schneller erwachsen werden, weniger Leichtigkeit im Leben.

Inzwischen ist er selbst Arbeitgeber – und will es anders machen. Ohne Ausbeutung von Tieren oder Mitarbeitenden. «Im ‹Anoah› wollen wir zeigen, dass Gastronomie auch funktioniert, ohne 100 Stunden pro Woche zu arbeiten, und dass man mehr als den Mindestlohn bezahlen kann.» Für sein zehnköpfiges Team hat er die 4-Tage-Woche eingeführt.

Zwischen Küche und Schrebergarten

Oberhalb von Zürich wird gesät, geerntet und gelernt, welches Kraut oder Gemüse wann Saison hat. Auch das gehört zu Rechsteiners Vorstellung von einer nachhaltigen Gastronomie. Der Schrebergarten soll den Bezug zur Natur stärken – und den Teamgeist.

Anfang Bildergalerie

Bildergalerie überspringen

  • Bild 1 von 6. Wer im «Anoah» arbeitet, packt regelmässig auch im Garten mit an. Bildquelle: SRF.

  • Bild 2 von 6. So gibt es nicht nur frisches Gemüse aus eigenem Anbau – das Team lernt dabei auch, welches Gemüse wann Saison hat. Bildquelle: SRF.

  • Bild 3 von 6. Noah Rechsteiner absolvierte selbst noch eine klassische Kochlehre. Bildquelle: SRF.

  • Bild 4 von 6. Auf einer längeren Reise entdeckte er dann die vegane Ernährung für sich. Bildquelle: SRF.

  • Bild 5 von 6. Das Gärtnern hat er einst von seinen beiden Grossvätern gelernt. Bildquelle: SRF.

  • Bild 6 von 6. Fürs Restaurant bezieht Rechsteiner die Produkte von regionale Lieferanten. Was im eigenen Garten wächst, landet meist beim gemeinsamen Teamessen auf dem Teller. Bildquelle: SRF.

Ende der Bildergalerie

Zurück zum Anfang der Bildergalerie.

Und wenn es um ihn summt und brummt und Noah Rechsteiner mit beiden Händen in der Erde wühlt, schweifen seine Gedanken auch mal in die Vergangenheit: «Beide meine Grosseltern hatten auch einen Garten. Mein indischer Grosspapi hatte eher einen wilden Garten und mein Schweizer Grosspapi hatte alles ganz genau geplant und angeschrieben. Bei uns ist es ein Mix aus beidem.»

Ich denke oft an sie beim Gärtnern.

Schon als Kind habe er ihnen im Garten geholfen und dabei viel gelernt. «Ich denke oft an sie beim Gärtnern.»

Vegan, aber ohne Mission

Veganes Fine Dining ist in der Schweiz immer noch eine Nische. Gleichzeitig ist der Anteil der Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, zuletzt leicht zurückgegangen.

Rechsteiner hält trotzdem an seinem Kurs fest – ohne zu missionieren: «Wir haben nie mit dem Finger auf Leute gezeigt.» Sein einziger Aktivismus bestehe darin, «einfach mega gut vegan» zu kochen.

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.