Manuela will Nasenböögg loswerden – dann fliegt ihr Ehering davon

- Manuela Rohrbach verlor ihren goldenen Ehering auf der Autobahn zwischen Wimmis und Interlaken.
- Beim Versuch, den Popel ihrer Tochter aus dem Auto zu schleudern, flog auch der Ring vom Finger auf die Fahrbahn.
- Die Familie sucht den Ring mit Metalldetektor und bietet 500 Franken Finderlohn.
Wegen eines «Bööggs» ihrer Tochter verlor Manuela Rohrbach ihren goldenen Ehering: Vergangenen Montag fuhr sie von Konolfingen Richtung Interlaken zur Arbeit. Mit dabei hatte sie ihre beiden Töchter (eins und drei), die sie zum Babysitten zu ihren Eltern brachte. «Mein Mann war krank, deshalb hatte ich die Kinder bei mir im Auto», sagt sie gegenüber 20 Minuten.
Bei der Baustelle kurz vor der Ausfahrt Wimmis habe ihre Tochter sie darum gebeten, einen Nasenböögg wegzuschmeissen. Ein Nastuch sei gerade nicht zur Hand gewesen, und sie habe das Auto kurz zuvor gründlich geputzt und aufgeräumt gehabt, sagt Rohrbach.
Plötzlich war der Ring weg
Aus diesem Grund habe sie den Popel mit den Fingern aus dem Fenster spicken wollen, sagt die Mutter. «Der Böögg klebte aber an meinen Händen und ich konnte ihn nicht loswerden.» Deshalb habe sie ihre Hand aus dem Autofenster gestreckt und diese fest geschüttelt.
Gleichzeitig wie der Popel rutschte auch ihr Ehering von den Fingern und fiel auf die Autobahn. «Ich hörte nur noch, wie der Ring auf dem Boden aufschlug. Ich konnte auch nicht anhalten, da es wegen der Baustelle keinen Pannenstreifen gab.»
Auf der Suche mit dem Metalldetektor
Bei der Arbeit angekommen, rief Rohrbach einen Bekannten an, der bei der Polizei arbeitet. Er riet ihr, die 117 zu wählen. «Sie sagten mir, dass sie eine Patrouille vorbeischicken, um nach dem Ring zu schauen», erzählt sie. Gefunden haben die Beamten ihn nicht. «Trotzdem bin ich ihnen sehr dankbar, dass sie sich die Mühe gemacht haben.»
Danach ging ihr Mann selbst auf die Suche. Er vermutete, dass der Ring von der Strasse in die angrenzende Wiese gefallen war. Er parkierte im nahen Industriegebiet und suchte ganze vier Stunden lang das Gras ab, aber ohne Erfolg. Aufgeben will er nicht: «Er hat sich jetzt sogar einen Metalldetektor ausgeliehen», sagt Rohrbach. «Ich hoffe sehr, dass der Ring wieder auftaucht. Der emotionale Wert ist riesig.»
Finderlohn von 500 Franken
Nun hofft Rohrbach auf eine ehrliche Finderin oder einen ehrlichen Finder und bietet 500 Franken Finderlohn. Gesucht wird ein goldener Ehering mit einem Diamanten, innen graviert mit «Reto 15.5.15». Rohrbach fährt die Strecke jeden Tag, seit dem Vorfall immer etwas langsamer. «Ich hoffe jeden Tag, dass ich ihn sehe und zurückbekomme.»
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Maurin Vonplon (mav), Jahrgang 2006, arbeitet seit August 2026 bei 20 Minuten als Praktikant im Ressort Bern.
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