ESPNMan City refuse to deny guilty verdicts in PL case of 115 financial breachesESPN DeportesFutbol: Costa Rica hace el ridículo vs. CurazaoThe Jerusalem PostYemen decries Houthis as 'terrorist militia,' calls on citizens to join Yemeni armed forcesRTP Desporto18h30 Noruega descodificada; Sub-21 adiam apuramentoVarietyAlexander Ludwig on ‘Unabomber’ Movie, His ‘Hunger Games’ Death Scene and ‘White Lotus’ Season 4: ‘It’s F—ing Wild’Bollywood HungamaSCOOP: Akshay Kumar-Anees Bazmee’s Mauja Hi Mauja lands a BIG Rs. 60 crore distribution deal with PVR InoxRolling StoneBose’s Best Headphones Get Wrapped in Cashmere for Luxe Thom Browne CollabInteriaLeon XIV z "politycznym" przemówieniem. W Paryżu poruszono niełatwe tematyBBC SportBritish trio lose European finals but claim silversNOSOmstreden en beladen Oranjemars mag door katholieke wijk Noord-Ierland gaanPolsat NewsZamienił Gotham na Norwich. Batman ruszył w pościg za złodziejemRai NewsTG2 Post del 25/09/2026
The Daily Newsstand · Free, Always
Friday, September 25, 2026

Zigaretten und Alkohol teurer? Einige Länder lehnen Pläne ab

Translate

Um Autofahrer zu entlasten, haben Bundestag und Bundesrat einen Tankrabatt beschlossen. Sprit soll rund 17 Cent pro Liter günstiger werden - wenn die Mineralölkonzerne die Entlastung weitergeben.

25.09.2026 | 1:49 min

Die geplante Erhöhung von Tabak-, Alkohol- und Sektsteuern stößt im Bundesrat auf Widerstand. "Ich lehne die Steuererhöhungen, die geplant sind, ab", sagte Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) in der Länderkammer. Stattdessen fordern mehrere Länder mehr Entlastung an der Tankstelle und Spritpreise unter zwei Euro. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) drängte Kanzler Friedrich Merz, die Länder bei Reformen mitreden zu lassen.

Anlass der Debatte im Bundesrat war die erste Befassung mit dem Bundeshaushalt 2027 mit Ausgaben von 555,4 Milliarden Euro. Allein im Kernhaushalt sollen dafür Schulden von 118,7 Milliarden Euro gemacht werden. Dazu kommen Sonderschulden für Infrastruktur, Klimaneutralität und Bundeswehr. Die Steuererhöhungen sollen helfen, Finanzlöcher zu stopfen. Geplant ist eine neue Plastikabgabe sowie höhere Tabak-, Alkohol- und Sektsteuern. Auch eine Zuckersteuer wird vorbereitet. Details aber sind offen.

Bundestag und Bundesrat stimmen über den Tankrabatt ab. Ab dem 1. Oktober sollen Benzin und Diesel 17 Cent je Liter günstiger werden. Zum Jahreswechsel ist ein Spritpreisdeckel geplant.

25.09.2026 | 0:24 min

Das Weinland Hessen rebelliert

Ministerpräsident Rhein sagte, eine Steuererhöhung beim Schaumwein träfe Hessen als Weinland besonders schwer. Eine Zuckersteuer lehnte Rhein als "Belastung für mittelständische Getränkehersteller" ab. Mit Steuererhöhungen würde die Preiskrise "eine ernsthafte Politikkrise", meinte der CDU-Politiker. Auch sein thüringischer Kollege Mario Voigt (CDU) sagte der "Bild": "Ich halte nichts von Steuererhöhungen in diesen Zeiten." Im "Handelsblatt" präzisierte Voigt, vor allem Lebensmittel dürften nicht zusätzlich belastet werden.

Die Koalition will laut Medienberichten die Tabaksteuer stärker anheben als geplant. Bis 2030 soll ein Päckchen Zigaretten fast zwölf Euro kosten. Auch Feinschnitt von Tabak soll teurer werden.

13.07.2026 | 0:23 min

Rhein hatte schon vergangene Woche einen Bogen von den geplanten Steuererhöhungen zum Tankrabatt geschlagen:

Was der Staat an der Zapfsäule zurückgibt, darf er sich nicht an anderer Stelle wiederholen.

Boris Rhein, Ministerpräsident von Hessen

Tatsächlich wollen mehrere Länder stärkere Entlastungen für Autofahrer, auch wenn das teuer würde.

Schwesig will "Sprit unter zwei Euro"

SPD-Politikerin Schwesig sagte, der neue Tankrabatt von 17 Cent je Liter sei wichtig für die Menschen. "Aber es wird nicht reichen. Der Sprit muss nach meiner Auffassung wieder unter zwei Euro." Die Zwei-Euro-Marke nannte auch Voigt im Bundesrat:

Die Energiepolitik ist die soziale Frage in dieser Zeit.

Mario Voigt, Ministerpräsident von Thüringen

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) gab zu bedenken: "Wir können nicht bei jedem neuen Ölpreisschock wieder Milliarden aufwenden, um Benzin und Diesel zu verbilligen pauschal." Es brauche gezieltere Entlastungen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert einen grundlegenden Ansatz für dauerhaft niedrigere Energiepreise:

Wir müssen über die CO2-Bepreisung und alle Preisregeln sprechen, die Energie in Deutschland staatlich teurer machen.

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern

"Unter dem Tankrabatt der Großen Koalition lege die Hoffnung, die Stimmung unter den Wählerinnen und Wählern zu drehen“, so Nicole Diekmann, ZDF-Korrespondentin.

25.09.2026 | 3:56 min

Forderung an Merz: Länder sollen einbezogen werden

Mit Blick auf den Reformkurs der Regierung forderte Schwesig den Kanzler auf, die Länder einzubinden. "Ich erwarte, dass der Kanzler mit der Bundesregierung jetzt auch Ministerpräsidenten einlädt und über die Sozialreformen spricht", sagte die SPD-Politikerin in der ARD. Diese seien wichtig für soziale Stabilität im Land.

Ich möchte nicht, dass die Arbeitskosten weiter steigen.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

Sie plädierte dafür, nach Einsparmöglichkeiten im System zu schauen.

Auch CDU-Politiker Voigt will Mitsprache, in seinem Fall auf Parteiebene: "Wir als Ministerpräsidenten werden klar formulieren, worauf sich die Union im Berliner Regierungshandeln konzentrieren muss." Voigt forderte "einen programmatischen Neuanfang". Das Konzept werde man dann als Union mit der SPD besprechen. Das CDU-Präsidium will am 11. Oktober in Berlin bei einer Klausurtagung beraten. Eine Serie von Wahlniederlagen setzt CDU-Chef Merz unter Druck, auch wenn die acht CDU-Ministerpräsidenten ihm zunächst Rückendeckung gegeben hatten.

Die große Mehrheit der Deutschen zweifelt laut ZDF-Politbarometer an den Reformen der Bundesregierung. 67 Prozent der Befragten denken nicht, dass Kanzler Merz seinen Reformkurs beibehalten kann.

25.09.2026 | 0:25 min

Politbarometer: Viele Bürger sind skeptisch

Wird es gelingen Reformkurs von Bundeskanzler Merz fortzusetzen?
Quelle: ZDF

65 Prozent der Befragten erwarten ein vorzeitiges Ende von Merz' Kanzlerschaft. Nur 31 Prozent glauben an eine volle Amtszeit bis 2029. Seine Arbeit bewerteten nur 17 Prozent als eher gut, 79 Prozent als eher schlecht.

Quelle: dpa

Über das Thema berichtete unter anderem ZDFheute Xpress am 25.09.2026 um 12:10 Uhr.

View the original on ZDF heute →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.