Staatsschutz ermittelt: 22-Jähriger tauscht Deutschlandflagge am Bundestag durch Palästinafahne aus

Staatsschutz ermittelt22-Jähriger tauscht Deutschlandflagge am Bundestag durch Palästinafahne aus
08.11.2026, 14:51 Uhr
Am Bundestag sorgt eine ungewöhnliche Kletteraktion für Aufsehen. Ein 22-Jähriger holt die schwarz-rot-goldene Fahne vom Mast. An ihrer Stelle weht auf 28,5 Metern Höhe plötzlich eine Palästinaflagge.
Ein 22-Jähriger hat eine vor dem Bundestagsgebäude in Berlin gehisste schwarz-rot-goldene Fahne vom Mast geholt und zu Boden geworfen. Anstelle der Einheitsflagge an dem Nationaldenkmal hisste er eine Palästinafahne, wie die Polizei in Berlin erklärte. Am Fuße des Mastes sicherten ihn zwei weitere Männer im Alter von 20 und 32 Jahren ab.
Der junge Mann blieb zunächst, gesichert durch ein Klettergeschirr, an der Spitze des Mastes hängen. Nach etwa einer Stunde kletterte er selbstständig wieder hinunter. Die Einsatzkräfte hängten mit Hilfe der Feuerwehr die Palästinafahne ab. Der Mann wurde den Angaben zufolge in Polizeigewahrsam genommen.
Der 20-jährige Verdächtige sollte nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einem Platzverweis später wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. Der 32-Jährige wurde nach Feststellung seiner Identität noch vor Ort entlassen, auch gegen ihn wurde ein Platzverweis verhängt.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes führt die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung, des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin sowie des Verdachts des Hausfriedensbruches.
Die Flagge der Einheit auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude ist ein offizielles nationales Denkmal zur Erinnerung an die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Die 60 Quadratmeter große, schwarz-rot-goldene Flagge weht dauerhaft an einem 28,5 Meter hohen Mast aus feuerverzinktem Schiffsbaustahl und wurde das erste Mal in der Nacht der Wiedervereinigung gehisst.
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