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Thursday, October 29, 2026

Werkself wendet Blamage ab: Sandro Wagner kassiert mit Hannover den nächsten Nackenschlag

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Sandro Wagner kassiert mit Hannover den nächsten Nackenschlag

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28.10.2026 | 22:44 Uhr

Hannover 96 kommt unter Trainer Sandro Wagner einfach nicht in Fahrt. In der 2. Runde des DFB-Pokals sind die Niedersachsen die bessere Mannschaft, verlieren aber gegen Kaiserslautern. Bayer Leverkusen dreht gegen Nürnberg einen 0:2-Rückstand noch furios. Hoffenheim fliegt im Elfmeterschießen raus.

Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg 5:2 (1:2)

Der Kapitän geht voran: Bayer Leverkusen hat ein blamables Pokal-Aus dank "Torjäger" Edmond Tapsoba gerade noch abgewendet. Die Werkself drehte einen 0:2-Rückstand gegen den aufmüpfigen 1. FC Nürnberg nach einem Ecken-Doppelpack ihres Kapitäns in ein 5:2 (1:2) und zog zum vierten Mal in Folge ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Der Club von Trainer Miroslav Klose konnte sich für eine starke Leistung nicht belohnen.

Innenverteidiger Tapsoba (41., 49.), Edel-Joker Patrik Schick (70./Foulelfmeter), Jonas Hofmann (78.) und Lucas Vásquez (89.) sorgten für die Wende zugunsten der Werkself, die nach der 0:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückfand - über weite Strecken aber eine dürftige Vorstellung zeigte. Doch Bayer entwickelt sich immer mehr zur Pokal-Mannschaft: Der Double-Gewinner von 2024 hat in den vergangenen drei Jahren immer mindestens das Halbfinale des Wettbewerbs erreicht. Rafael Lubach (14.) und Sigurd Haugen (30.) ließen den Club von der Überraschung träumen, der Tabellenzweite der 2. Bundesliga konnte aber auch das vierte Pflichtspiel in Serie nicht gewinnen.

Nach der bitteren Pleite bei der TSG Hoffenheim und dem Ende der sechs Spiele währenden Siegesserie rotierte Leverkusens Trainer Carles Martínez kräftig durch; unter anderem Torjäger Schick nahm zunächst auf der Bank Platz. Dafür bekam Kreta-Held Hofmann nach seinem Doppelpack in der Europa League vor knapp einer Woche die nächste Bewährungschance.

Doch Bayer war zunächst in der Defensive gefordert, die Nürnberger liefen früh an. Die erste Chance der Partie hatte aber der Favorit: Nathan Tella köpfte nach einer Flanke von Lucas Vázquez nur knapp vorbei (11.). Doch dann wurde Bayer kalt geduscht: Lubach schoss nach schöner Kombination flach aus 18 Metern ein.

Bayer versuchte zu antworten, in der neuformierten Offensive mit Tella in der Sturmspitze fehlte es aber häufig an der richtigen Abstimmung. Nürnberg blieb aggressiv und stellte die Rheinländer vor große Probleme. Und der Club konterte erfolgreich: Nach einem Fehlpass von Aleix Garcia schaltete Nürnberg schnell um, Haugen musste nach einem Querpass von William Böving nur noch einschieben. 

Bayer wirkte kurz geschockt, bäumte sich aber noch vor der Pause auf: Tella scheiterte freistehend an FCN-Keeper Jan Reichert (40.); bei der anschließenden Ecke drückte Tapsoba den Ball mit der Schulter über die Linie.

Nach dem Seitenwechsel sollten die Leistungsträger Schick und Ibrahim Maza das Offensivspiel der Werkself beleben. Der Favorit drückte sofort mächtig auf den Ausgleich und kam zum 2:2: Tapsoba staubte nach einer Ecke ab. Leverkusen wollte mehr, ein Abschluss von Aleix Garcia wurde in letzter Sekunde geblockt (60.). Schick verwandelte dann einen an ihm verursachten Foulelfmeter sicher. Hofmann traf aus der Distanz, Vásquez per wuchtigem Volley.

Hannover 96 - 1. FC Kaiserslautern 0:2 (0:1)

Sandro Wagner gerät bei Hannover 96 zunehmend unter Druck. Der neue Trainer schied mit dem ambitionierten Fußball-Zweitligisten in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit 0:2 (0:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern aus. Nach vier Spielen an der Seitenlinie der 96er wartet Wagner weiter auf den ersten Sieg.

Milos Lukovic (14.) und Ivan Prtajin (86.) sorgten für den Achtelfinaleinzug der Lauterer. Wagners Mannschaft war zwar über weite Strecken überlegen, scheiterte aber immer wieder an Gästetorhüter Julian Krahl, der im fünften Pflichtspiel nacheinander ohne Gegentor blieb. Zum fünften Mal in Serie kam Hannover nicht über die zweite Runde hinaus.

"Um mich geht es nicht. Es geht um den Verein und da wollen wir gemeinsam erfolgreich sein", hatte Wagner vor dem Spiel am Sky-Mikrofon gesagt. In den ersten drei Partien unter seiner Regie holte Hannover in der Liga nur einen Punkt, zuletzt hatte es eine 0:2-Pleite im Derby bei Eintracht Braunschweig gesetzt.

Auf den frühen Rückstand antwortete Wagners Elf mit großem Offensivdrang. Ein Treffer in der ersten Halbzeit wurde aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt. Im zweiten Durchgang ließen die Pfälzer weniger zu. Als die Gastgeber doch durchkamen, war Krahl zur Stelle. Dann machte Prtajin den Deckel drauf.

Holstein Kiel - TSG Hoffenheim 4:3 i.E: (1:1)

Favoritenschreck Holstein Kiel hat für die nächste Überraschung im DFB-Pokal gesorgt und die TSG Hoffenheim aus dem Wettbewerb geworfen. Nach einem packenden Fight vor heimischer Kulisse setzten sich die Störche mit 4:3 im Elfmeterschießen durch, nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:1) gestanden. Kiel zog damit zum zweiten Mal in Serie ins Achtelfinale ein.

Adam Hlozek (11.) hatte Hoffenheim zunächst früh in Führung gebracht, danach konnte Adrian Kapralik (23.) für den Zweitligisten ausgleichen. In der Folge entwickelte sich ein echter Pokal-Krimi - mit dem besseren Ende für die Norddeutschen. Schon in der jüngeren Vergangenheit hatte Kiel immer wieder für Furore im Pokal gesorgt. So war für den kleinen Klub im Vorjahr erst der VfB Stuttgart im Viertelfinale Endstation, 2021 schafften es die Norddeutschen sogar ins Halbfinale. 

Der Erfolg kommt für Kiel nicht aus dem Nichts. In den vergangenen Wochen hatte sich bereits angedeutet, dass die Mannschaft von Trainer Tim Walter nach einem schwachen Saisonstart zunehmend Stabilität gewinnt. Auch gegen den Favoriten aus der Bundesliga stand die Defensive meist recht stabil, in der Offensive setzten die Störche konsequent nach. Und konnten am Ende jubeln.

Ganz anders die Lage in Hoffenheim. Trotz der größeren individuellen Qualität gelang es der TSG kaum, ihr Potenzial auf den Platz zu bringen. Und Kiel hielt mit viel Einsatz, aggressivem Pressing sowie der Unterstützung der Fans dagegen - und belohnte sich am Ende mit dem Einzug in die Runde der letzten 16.

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