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Tuesday, September 29, 2026

Schweizer zahlen plötzlich Hunderte Franken mehr

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Für Wohnen und Mobilität

Schweizer zahlen plötzlich Hunderte Franken mehr

Das Leben in der Schweiz wird deutlich teurer. Besonders die Kosten für Wohnen und Mobilität steigen mit einem Plus von 2,4 Prozent im Jahresvergleich stark an. Das liegt an den hohen Spritpreisen und den Heizkosten. Das nervt Mieterinnen und Autofahrer gleichermassen.

Publiziert: 11:13 Uhr

Aktualisiert: vor 24 Minuten

  • Teuerung steigt im September auf 1 Prozent, belastet Schweizer Haushalte stark
  • Wohnen und Mobilität verteuerten sich um 2,4 Prozent innert eines Jahres
  • Spritpreise mit 17,9 Prozent Anstieg, Heizöl sogar 53,1 Prozent teurer
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Teuerung macht grad vielen Schweizerinnen und Schweizern zu schaffen. Im August lag sie bei 0,8 Prozent. Im September soll sie auf 1 Prozent steigen. In den kommenden Monaten geht sie wohl noch weiter rauf. Die Kaufkraft vieler Haushalte leidet unter wachsenden Ausgaben für Heizöl, Benzin, Mieten und Krankenkassenprämien. Kurz: Dieser Herbst wird verdammt teuer!

Doch ausgerechnet zwei grosse Budgetposten steigen deutlich stärker an: Wohnen und Mobilität haben sich innert eines Jahres um 2,4 Prozent verteuert – also dreimal so stark wie die allgemeine Teuerung. Das zeigt der Womo-Preisindex von Comparis und der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich.

Für eine durchschnittliche Familie geht das ins Geld. Wer monatlich 2500 Franken Miete bezahlt, 1000 Franken fürs Auto und 200 Franken für ÖV-Tickets ausgibt, muss laut Comparis heute rund 89 Franken mehr pro Monat aufbringen als vor einem Jahr. Hochgerechnet sind das 1068 Franken zusätzliche Kosten pro Jahr.

Autofahrer sind die Dummen

Besonders hart trifft es Autofahrerinnen und Autofahrer. Sprit war im August durchschnittlich 17,9 Prozent teurer als vor einem Jahr. Diesel kostet 23,3 Prozent mehr, Benzin 15,8 Prozent. Und damit nicht genug: Autoversicherungen verteuerten sich um 7,4 Prozent, Ersatzteile und Zubehör sogar um 12,6 Prozent, Reparaturen und Service um 8,6 Prozent. Da läppert sich einiges zusammen. Und das bleibt wohl noch eine Weile so: Wegen der geopolitischen Lage im Nahen Osten erwartet Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert keine Entspannung.

Noch heftiger ist der Preissprung beim Heizen. Heizöl verteuerte sich innert Jahresfrist um satte 53,1 Prozent, Brennholz um 10,8 Prozent. Gas wurde dagegen 3 Prozent günstiger, ebenso Strom. Das ist blöd für Mieterinnen und Mieter. Denn sie können nicht beeinflussen, wie ihre Wohnung geheizt wird. «Umso wichtiger ist es, den Verbrauch zu senken und bei stark schwankenden Heizkosten genügend Spielraum im Haushaltsbudget einzuplanen», empfiehlt Renkert.

Mittlere Einkommen triffts am stärksten

Nicht alle Haushalte trifft die Entwicklung gleich. Am stärksten stiegen die Wohn- und Mobilitätskosten für Paare ab 65 Jahren ohne Kinder: um 2,5 Prozent. Nach Einkommen betrachtet trifft es die mittlere Einkommensklasse mit einem Plus von 2,6 Prozent am stärksten.

Auch regional gibt es Unterschiede. Spitzenreiter ist das Tessin: Dort stiegen die Kosten für Wohnen und Mobilität innert Jahresfrist um 3 Prozent. In der Deutschschweiz und der rätoromanischen Schweiz waren es 2,4 Prozent.

Ein paar Lichtblicke gibt es dennoch: Kleine Haushaltsgeräte wurden 8,1 Prozent günstiger, grosse Elektrogeräte 4,3 Prozent. Ein schwacher Trost, wenn Tanken, Heizen und der Unterhalt des eigenen Autos gleichzeitig kräftig teurer werden.

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