Filmte eine Dashcam den tödlichen Busunfall bei Zernez?

- Eine Dashcam könnte Aufschluss über den tödlichen Busunfall bei Zernez mit fünf Todesopfern geben.
- Auf Bildern kurz nach dem Unfall ist eine Kamera an der Frontscheibe zu erkennen – auf späteren Aufnahmen nicht mehr.
- ANVR-Vertreter Frank Radstake vermutet, dass ein Felsbrocken auf der Strasse den Chauffeur zum Ausweichen zwang.
Wurde der Busunfall zwischen Zernez und Susch gefilmt? Auf Bildern, die direkt nach dem Unfall entstanden sind, scheint eine Dashcam an der Frontscheibe des Busses zu sehen zu sein. Auf späteren Bildern ist der Gegenstand nicht mehr zu sehen.
Eine Anfrage dazu ist beim zentralen Dachverband der niederländischen Reisebranche ANVR noch offen. Die Kamera könnte Aufschluss über den Unfallhergang geben. Gegenüber RTL Nieuws stellte Frank Radstake vom ANVR die Vermutung auf, dass Schutt oder Geröll auf der Strasse zum Unfall geführt haben könnte: «Der Car musste ausweichen, möglicherweise wegen eines Felsbrockens auf der Strasse.»

Das sagt die Kantonspolizei
Auf Anfrage teilt die Kantonspolizei Graubünden mit, es seien im Zusammenhang mit dem Unfall mehrere Spuren sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an. Der Chauffeur wurde beim Unfall verletzt. Es ist unklar, ob er bereits befragt werden konnte. Der «De Gelderlander» hatte berichtet, der Chauffeur sei von der Polizei befragt und sein Handy beschlagnahmt worden.
Beim Unfall am Donnerstag zwischen Zernez und Susch sind fünf Menschen getötet worden. 40 Menschen wurden verletzt.
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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