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Monday, August 17, 2026

Beschädigter Tanker: Ölteppich vor Oman breitet sich weiter aus

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Ein Satellitenbild zeigt eine Ölverschmutzung (Archivbild: 11.8.2026)

Stand: 13.08.2026 • 12:54 Uhr

Seit mehreren Wochen strömt Öl aus einem havarierten Tanker vor der Küste des Oman. Nun hat der auslaufende Rohstoff das Festland des Landes erreicht. Umweltorganisationen befürchten eine Katastrophe.

Das Öl des vor der Küste des Oman auf Grund gelaufenen Tankers hat das Festland erreicht. Wie die Weltschifffahrtsorganisation IMO mitteilte, treibt der ausgelaufene Rohstoff nordöstlich an der omanischen Insel al-Kiblija vorbei und ist teilweise bereits am Festland angekommen. Strände in der Region Ras Madrakah seien betroffen, erklärte Omans Umweltbehörde laut der amtlichen Nachrichtenagentur ONA.

Der Ölteppich könnte demnach bis zu 40 Kilometer Küste in diesem Gebiet sowie bis zu 20 Kilometer auf der Südseite der Insel Masirah verschmutzen. Ein Vertreter des Verkehrsministeriums sagte ONA zufolge, dass eine Eindämmung des Ölteppichs durch die Wetterbedingungen erschwert wird. Auch die IMO sprach von schwierigen Wetterbedingungen. Der Zugriff auf das Schiff sei durch den Monsun in der Region eingeschränkt und sorge für Verzögerungen bei der Bergung, hieß es.

Der Tanker "Caroline Bezengi" war Ende Juni im Arabischen Meer im Bereich des Archipels Al-Hallanijat auf Grund gelaufen. Zuvor soll es auf dem Schiff Explosionen unbekannter Herkunft gegeben haben.

Britisches Unternehmen an Bergung beteiligt

Das britische maritime Sicherheitsunternehmen Ambrey teilte mit, es sei an den Reparaturen der "Caroline Bezengi" beteiligt. Bergungsschiffe seien auf dem Weg in die Region, um den Einsatz zu unterstützen. Ambrey erklärte, das Unternehmen arbeite mit Beteiligten im Oman zusammen und habe ein führendes internationales Unternehmen für die Bekämpfung von Ölverschmutzungen beauftragt.

Die "Caroline Bezengi" wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet und steht unter EU-Sanktionen. Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen umgeht Russland nach Annahme westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte.

Nach IMO-Angaben war der Tanker mit insgesamt 130.000 Tonnen Öl beladen. Dieses laufe nun bereits seit einiger Zeit aus. Laut einer Auswertung des Geodaten-Unternehmens Synmax hatte der Tanker mit großer Wahrscheinlichkeit im russischen Hafen Noworossijsk Öl geladen, dann Anfang Juni aber wohl einen Zwischenfall auf See erlitten und keine Standortdaten mehr mitgeteilt. Berichten zufolge steuerte der Tanker einen Hafen in Indien an.

Warnung vor Umweltkatastrophe

Die Umweltorganisation Greenpeace warnt weiter davor, dass es zu einer Umweltkatastrophe von gewaltigem Ausmaß kommen könnte. Die durch das Öl verschmutzte Fläche sei mittlerweile auf 1.000 Quadratkilometer angewachsen, teilte die Umweltorganisation unter Beruf auf Satellitenaufnahmen von Dienstag mit. Am vergangenen Donnerstag war noch von 600 Quadratkilometern die Rede gewesen.

Ein Notfallplan für den Fall einer Ölpest sei eingerichtet. Die Situation sei "ein weiteres alarmierendes Beispiel für die erheblichen Umweltrisiken, die von der sogenannten russischen Schattenflotte ausgehen", sagte die Greenpeace-Expertin Nina Noelle auf Anfrage.

Die "Caroline Bezengi" liegt in einer ökologisch sensiblen Region vor der omanischen Küste. Gefährdet sind Greenpeace zufolge unter anderem Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger. In den Gewässern um die geschützten Inseln in dem Gebiet, wo Seevögel brüten und Schildkröten ihre Eier ablegen, lebt auch der seltene Arabische Buckelwal.

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