Nach 15 Jahren – SVP-Nationalrat Andreas Glarner kündigt Rücktritt an

- Der Aargauer SVP-Präsident und Nationalrat Andreas Glarner tritt per Ende Jahr von allen Ämtern zurück.
- Dies gibt er am Mittwochabend am Kantonalparteitag in Oberwil-Lieli bekannt.
- Er möchte jüngeren Politikerinnen und Politikern Platz machen.
«Man könnte sagen, elf Jahre sind genug», sagte Glarner gegenüber dem Fernsehsender TeleM1. Er wurde 2015 als Vertreter der SVP in den Nationalrat gewählt. 2020 übernahm er das SVP-Präsidium des Kantons Aargau. Für die kommenden Parlamentswahlen wolle der 65-Jährige einen Generationenwechsel einleiten. «Politik ist kein Besitz, sondern ein Auftrag auf Zeit. Es ist Zeit, beide Ämter in jüngere, kraftvolle Hände zu legen, wird Glarner in einer Mitteilung der SVP des Kantons Aargau zitiert.
Entscheidung ohne parteiinternen Druck
Die Entscheidung sei ohne parteiinternen Druck erfolgt, obwohl es diese Rücktrittsforderungen durchaus gegeben habe. Denn Glarner hat als Provokateur während seiner politischen Laufbahn für zahlreiche Kontroversen gesorgt, auch um das Thema Migration.
Für Schlagzeilen sorgte auch das Gefecht mit Grüne-Nationalrätin Sibel Arslan. Diese zeigte ihn 2023 wegen Identitätsmissbrauchs an: Er hatte ein manipuliertes Video von ihr im Internet veröffentlicht, in dem sie unter anderem zur Wahl der SVP aufruft. 2025 erfolgte deshalb die Aufhebung seiner politischen Immunität.
Über die Nachfolge im Präsidium will die Geschäftsleitung der SVP Aargau zu einem späteren Zeitpunkt informieren. Glarner selbst will sich demnach aber auch weiterhin für die SVP engagieren.
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