Das ging aber schnell: Portugal vergibt Ronaldos Nummer 7 neu

- Portugal hat Cristiano Ronaldos Trikotnummer 7 neu vergeben, nachdem der 41-Jährige das Teamquartier verlassen hatte.
- Rafael Leão trägt die berühmte Nummer beim Nations-League-Spiel gegen Dänemark in Kopenhagen.
- Ronaldo flog mit einer Privatmaschine nach Madrid – nach 234 Länderspielen und 146 Toren könnte seine Nationalmannschaftskarriere damit beendet sein.
Nur wenige Stunden nach seiner Abreise aus dem Teamquartier hat Portugals Fussball-Nationalmannschaft die legendäre Trikotnummer von Cristiano Ronaldo neu vergeben. Beim Nations-League-Spiel in Dänemark wird Rafael Leão am Donnerstagabend mit der 7 auf dem Rücken spielen. Das geht aus den offiziellen Kaderlisten für das Spiel in Kopenhagen hervor. Der 27-Jährige stürmt seit dieser Saison zusammen für Galatasaray Istanbul.
Welche Bedeutung diese Nummer für Ronaldo hat, zeigt allein sein Markenname «CR7». Der 41 Jahre alte Rekordnationalspieler hatte sie bei der Nationalmannschaft 2008 und damit vor 18 Jahren von Luís Figo übernommen.
Weil er beim 2:1-Sieg in Norwegen nur auf der Bank sass und auch gegen Dänemark keinen Platz in der Startelf zugesprochen bekam, hatte Ronaldo das portugiesische Teamquartier am Vorabend des Dänemark-Spiels verlassen. Er flog mit einer Privatmaschine nach Madrid und wird wahrscheinlich nicht mehr für die Nationalmannschaft zum Einsatz kommen. Bislang bestritt Ronaldo für Portugal 234 Länderspiele, in denen er 146 Tore erzielte.
Welch ein Unterschied zum Messi-Abschied
Wie so vieles in seiner Karriere lässt sich auch Ronaldos Nationalmannschafts-Flucht mit seinem ewigen Rivalen Lionel Messi spiegeln. Zwei Jahrzehnte lang wetteiferten beide darum, wer mehr «Ballon d’Ors» und internationale Titel gewinnt. Doch wenn Messi am kommenden Dienstag sein Abschiedsspiel mit dem argentinischen Team bestreitet, werden ihm alle zu Füssen liegen.
Die Universität von Buenos Aires will ihm sogar die Ehrendoktorwürde verleihen. In den vergangenen Jahren waren die Argentinier eine erfolgreiche Einheit, in der selbst internationale Topspieler von Manchester City oder Inter Mailand ihrem Kapitän Messi folgten, für ihn liefen und ihn verehrten.
Bei den Portugiesen war das schon anders, bevor Ronaldo das Teamquartier durch die Hintertür verliess. Jüngere Spieler wie Joao Neves oder Vitinha von Paris Saint-Germain gewannen mit ihrem Verein die Champions League – und hatten in der Nationalelf erkennbar keine Lust mehr darauf, alles den Launen und Zielen eines 41-Jährigen unterzuordnen.
Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.
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