Harvey Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt
Ex-Hollywood-Produzent:Harvey Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt
Der ehemalige US-Filmproduzent Harvey Weinstein ist wegen eines Sexualverbrechens aus dem Jahr 2006 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der 74-Jährige sitzt bereits im Gefängnis.
Im umfassenden Gerichtsverfahren gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen Sexualverbrechen ist heute das Strafmaß verkündet worden. Der 74-Jährige wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil erging an diesem Mittwoch in New York.
Die Staatsanwaltschaft in Manhattan hatte eine Haftstrafe von 20 Jahren gefordert, berichtete im Vorfeld unter anderem die "New York Times".
Der Ex-Produzent muss sich ein weiteres Mal vor Gericht verantworten. Es geht um Vorwürfe gegen Weinstein, die Schauspielerin Jessica Mann im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben.
22.04.2026 | 0:39 minMehrere Gerichtsprozesse gegen Weinstein
2020 war Weinstein in einem Prozess in den USA, der sich im Wesentlichen um zwei Klägerinnen drehte, wegen Vergewaltigung und krimineller sexueller Handlungen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch war 2024 allerdings aufgrund von Verfahrensfehlern überraschend wieder kassiert worden. Der Prozess wurde danach neu aufgerollt.
Die Neuauflage des Vergewaltigungsprozesses gegen Weinstein ist ohne Einigung der Jury zu Ende gegangen. Die Staatsanwaltschaft soll nun über das weitere Vorgehen entscheiden.
15.05.2026 | 0:39 minDie Geschworenen in New York sahen es 2025 als erwiesen an, dass Weinstein schwere Sexualverbrechen begangen habe.
MeToo-Debatte: Zahlreiche Frauen offenbarten sexuelle Gewalt
2023 war Weinstein in Kalifornien in einem separaten Strafverfahren zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er sitzt deshalb nach wie vor in Haft. 2017 hatten Enthüllungen über den amerikanischen Filmproduzenten die MeToo-Debatte über sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch losgetreten. Seither haben mehr als 80 Frauen Weinstein öffentlich sexuelle Übergriffe vorgeworfen.
Vor Gericht hat der Ex-Hollywood-Mogul alle Vorwürfe zurückgewiesen. Seine Anwälte argumentieren, die sexuellen Kontakte seien einvernehmlich gewesen.
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