Milliarden-Raub bei grösster Krypto-Börse

- Die weltweit grösste Kryptobörse Binance meldet einen Cyberangriff, Nutzer berichten von abgezogenen Geldern.
- Binance setzt Auszahlungen in mehreren Netzwerken vorübergehend aus und nennt die Nutzergelder «absolut sicher».
- Der Bitcoin-Kurs fällt über Nacht auf Freitag um fast 3000 Franken.
Die weltweit grösste Kryptowährungsbörse Binance meldet, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. Nutzer berichteten, dass Gelder aus den Wallets der Kryptobörse abgezogen wurden, wie das Online-Magazin TechCrunch berichtet. Die Börse selbst gibt dem Medium gegenüber jedoch an, dass die Gelder der Nutzer «absolut sicher» seien.
Binance-Sprecher Ross O’Leary erklärte, dass Binance «als Vorsichtsmassnahme nach einem Sicherheitsvorfall Auszahlungen in mehreren Netzwerken vorübergehend ausgesetzt hat». Derweil stürzte der Bitcoin-Kurs wegen des Vorfalls über Nacht auf Freitag um fast 3000 Franken ab. Auch andere Kryptowährungen litten unter den Neuigkeiten.
Zwei Milliarden Dollar gestohlen?
Es geht insgesamt um Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden, wie Binance selbst auf X schreibt. Inzwischen habe man Wertsachen um Wert von 3 Milliarden einfrieren können. Man stehe in Kontakt mit verschiedenen Blockchain-Partner.
Besitzt du Kryptowährungen?
«Das ist definitiv der bislang grösste Krypto-Hack», sagte Nicholas Turnbull, Experte für Blockchain-Forensik und Geschäftsführer von Crypto Consulting Australia, gegenüber dem Sender ABC. «Man wird die vollen Auswirkungen erst erkennen, wenn sich der Staub gelegt hat.»
Stecken nordkoreanische Hacker dahinter?
Falls sich die ersten Schätzungen bewahrheiten werden, übersteigt die gestohlene Menge den bisher grössten «Raubzug» im Jahr 2025. Damals erbeuteten Hacker bei einem einzigen Angriff auf die Börse Bybit Kryptowährungen im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar. Hinter dem Angriff wurden nordkoreanische Hacker vermutet.
Das Regime von Kim Jong-un ist bekannt dafür, sich über derartige Methoden zu finanzieren. Es ist unklar, wer hinter dem Hackerangriff steckt. Das «Wall Street Journal» verbindet auch den neusten Coup mit Hackern aus Nordkorea. Binance hat keine Angaben dazu gemacht, ob es Mitteilungen von den Hackern erhalten hat.
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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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