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Saturday, October 31, 2026

Jetzt wollen Aktionäre die Gumenbahn mit einer Klage retten

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Braunwald total zerstritten

Jetzt wollen Aktionäre die Gumenbahn mit einer Klage retten

Der Streit um die Sportbahnen Braunwald GL eskaliert! Nach dem angekündigten Ski-Aus ziehen Aktionäre nun vor die Schlichtungsstelle. Sie wollen wichtige Beschlüsse kippen – und die beliebte Gumenbahn retten.

Publiziert: vor 19 Minuten

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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

In Braunwald GL will einfach keine Ruhe einkehren. Das Ende des Skibetriebs und die geplante Stilllegung der Gumenbahn Ende Oktober ziehen immer weitere Kreise. Jetzt wird der Kampf um die Zukunft von Braunwald auch juristisch geführt! Eine Gruppe von Aktionären hat beim Kanton ein Schlichtungsgesuch eingereicht, wie die «Glarner Nachrichten» berichten. Sie will mehrere Entscheide der Generalversammlung vom 26. August aufheben lassen.

Im Visier stehen unter anderem die Genehmigung der Jahresrechnung, der Übertrag eines Verlusts von 1,64 Millionen Franken und die Wahl der Revisionsstelle. Hinter dem Widerstand stehen Einheimische und auswärtige Liegenschaftsbesitzer. «Es sind Einheimische und Auswärtige, die Gruppe ist breit abgestützt. Und es werden immer mehr», sagt Christian Portmann, Vizepräsident des Vereins auswärtiger Liegenschaftsbesitzer, zu den «Glarner Nachrichten».

Ganzjahresbetrieb sichern

Ihnen geht es vor allem um die Gumenbahn. Richi Bolt (57), Präsident der Sportbahnen, will die diese nach der Herbstsaison stilllegen. Die Gegner befürchten, dass die Anlage sogar abgebaut und verkauft werden könnte. Öffentlich angekündigt ist ein Verkauf allerdings nicht. Für die Aktionärsgruppe ist die Bahn unverzichtbar. Sie erschliesst unter anderem den Klettersteig, die Gumenbeiz und das Ortstockhaus.

Portmann will deshalb alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Sein Ziel: ein Ganzjahresbetrieb mit Sommerangeboten und Skifahren, wenn genügend Schnee liegt. Das Verhältnis zu Bolt ist allerdings reichlich angespannt. Zwar anerkennt Portmann Bolts finanzielles Engagement für die Sportbahnen. Gleichzeitig kritisiert er zahlreiche unternehmerische Entscheide. Für Portmann ist deshalb klar: Ein echter Neuanfang in Braunwald ist nur mit neuen Leuten an der Spitze möglich.

Auch Skischule vor dem Aus

Ganz abgebrochen sind die Gespräche aber nicht. Mehrere Interessenten verhandeln weiterhin über einen möglichen Kauf der Sportbahnen. Zuletzt machten sie Hauptaktionär Bolt ein Kaufangebot für seine Anteile an der Sportbahnen AG – bisher kam es aber nicht zu einer Einigung. «Die Preisvorstellungen für die Aktienanteile gehen weit auseinander», sagte Bettina Ledergerber (41) von «Bruuwald zäme» zu Blick.

Wie weit, will sie nicht verraten. Man sei aber erfreut, dass ein Dialog stattfinde. Doch auch wenn man miteinander spricht: Für die Wintersaison 2026/27 kommt jede Rettung zu spät. Klar ist: Einen Skibetrieb, wie man ihn bisher gekannt hat, gibt es nicht. Und: Die Stilllegung der Gumenbahn hat weitreichende Folgen für den Glarner Tourismusort auf 1260 Metern über Meer. Der Verein Trendsport Braunwald will den Klettersteig schliessen, falls die Bahn 2027 nicht fährt. Auch die Skischule kämpft ums Überleben.

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