Ultimate Championship: Tag 3 – Jefferson-Wooden mit Fabelzeit zum Double – Tamberi fliegt wieder

- Melissa Jefferson-Wooden (USA) glänzt an der Ultimate Championship über 200 m mit der drittschnellsten Zeit der Geschichte. Im Final mit von der Partie ist auch die Schweizerin Fabienne Hoenke.
- Der brasilianische Weltrekordhalter Alison dos Santos knackt über 400 m Hürden erneut die 46-Sekunden-Marke.
- Im Hochsprung geht der Sieg an Gianmarco Tamberi, der in Budapest zu alter Stärke zurückfindet.
Auf der Bahn
- 200 m Frauen: Jefferson-Wooden mit Fabelzeit
Melissa Jefferson-Wooden wird Budapest mit 300'000 US Dollar im Gepäck verlassen. Nach ihrem Sieg über 100 m am Samstag doppelte die US-Amerikanerin über die halbe Bahnrunde nach. Dabei senkte sie ihre persönliche Bestmarke um 21 Hundertstel auf 21,47 Sekunden – es ist die drittschnellste Zeit über 200 m der Geschichte. Ihre beiden Landsfrauen Gabrielle Thomas (21,77) und Kayla White (21,93) machten den US-Dreifachsieg perfekt.
Im Final ebenfalls dabei war Fabienne Hoenke. Die Aargauerin hatte sich dank Rang 4 im Halbfinal einen Platz im Final ergattert, wo sie im Feld der absoluten Weltelite erwartungsgemäss chancenlos blieb (22,74). Alleine der Finalvorstoss war für Hoenke schon ein schöner Lohn nach einer starken Saison. Zur Erinnerung: Die 22-Jährige hatte erst im Juli in Monaco ihr Debüt in der Diamond League gefeiert. An der EM in Birmingham wurde sie starke Vierte.
- 400 m Hürden Männer: Dos Santos unter 46 Sekunden
Alison dos Santos hat sich in Budapest zum Ultimate Champion gekürt. Der Brasilianer, der bei Weltklasse Zürich einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte, blieb in 45,98 erneut unter der magischen 46-Sekunden-Marke. Dies war neben ihm nur Karsten Warholm gelungen, der vor dem Meeting in Zürich die Bestmarke gehalten hatte. Der Norweger belegte hinter Dos Santos und Rai Benjamin aus den USA Platz 3.
- 200 m Männer: Bednarek mit dem Double
Nicht nur Jefferson-Wooden, auch Kenneth Bednarek reist mit 300'000 US Dollar mehr auf dem Konto aus Budapest ab. Auch der US-Amerikaner schaffte nach seinem Sieg am Samstag das Sprint-Double. In 19,52 Sekunden senkte er seine persönliche Bestleistung um 5 Hundertstel. So schnell wie Bednarek ist in dieser Saison zuvor keiner gelaufen. In seinem Sog liefen Letsile Tebogo (BOT/19,76) und Courtney Lindsey (USA/19,79) beide eine neue Saisonbestleistung.
Im Final nicht dabei war der Genfer Timothé Mumenthaler. Der EM-Bronzegewinner blieb im Halbfinal in 20,61 über seinen Möglichkeiten und belegte im ersten von zwei Heats Rang 7.
- 400 m Hürden Frauen: Jones düpiert Favoritinnen
Der Titel Ultimate Champion ging im Hürdenrennen der Frauen etwas überraschend weder an Europameisterin Emma Zapletalova (SVK) noch an Weltklasse-Zürich-Siegerin Anna Cockrell (USA), sondern an Jasmine Jones. Die US-Amerikanerin hatte auf der Zielgeraden die meisten Reserven und stellte in 52,45 Sekunden zu einem günstigen Zeitpunkt eine neue Saisonbestleistung auf.
Im Oval
- Hochsprung Männer: Tamberi fliegt wieder
Vor 3 Jahren hatte sich Gianmarco Tamberi in Budapest zum Weltmeister gemacht. An selber Stätte kürte sich der Italiener nun auch zum Ultimate Champion – und lieferte dabei eine tolle Flugshow ab. Nachdem er die 2,37 m im zweiten Versuch gemeistert und eine neue Jahresweltbestleistung aufgestellt hatte, liess der Europameister 2,39 m aus und versuchte sich an 2,41 m. An dieser Höhe, die gleichbedeutend mit einer neuen italienischen Rekordmarke gewesen wäre, scheiterte Tamberi dann dreimal. Seinen WM-Titel in Budapest hatte Tamberi 2023 mit übersprungenen 2,36 m gewonnen. 2,37 m hat der Mann mit dem halbseitigen Bart zuletzt an der EM 2024 in Rom übersprungen.
- Speerwerfen Männer: Pathirage wirft über 90 m
Rumesh Pathirage knackte in Budapest als einziger die 90-Meter-Marke. Der Speerwerfer aus Sri Lanka sicherte sich mit der Weite von 90,09 m im letzten Versuch den Sieg. Anderson Peters (GRN/86,18 m) und Europameister Julian Weber (GER/85,89 m) hatten gegen den Saison-Dominator das Nachsehen. Pathirage hatte beim Diamond-League-Meeting in Rom mit 92,62 m geglänzt, der besten Weite des Jahres.
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