Klose & Co. reagieren auf Kompany-Schock: "Wir sind alle stur"
Der Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany beschäftigt auch die Kollegen. Einige reagierten am Samstag mit nachdenklichen Worten - und dem Wunsch nach einer "Coaching-Hygiene".

Kann vorerst nicht mehr beim FC Bayern an der Seitenlinie stehen: Vincent Kompany picture alliance/dpa
Nicht das Bundesliga-Topspiel beim SC Freiburg an diesem Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bestimmt derzeit die Gedanken beim FC Bayern, sondern die Gesundheit von Trainer Vincent Kompany. Der 40-Jährige war am Freitag zusammengebrochen und ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er noch einige Tage bleiben soll. Dem Rekordmeister wird er wohl länger nicht zur Verfügung stehen. Wie haben die Trainerkollegen den Kompany-Schock wahrgenommen? Ausgewählte Stimmen im Überblick:
Miroslav Klose (1. FC Nürnberg): "Ich war auch geschockt. Es ist nicht einfach (als Trainer auf sich selbst zu achten, Anm. d. Red.), denn wir sind alle stur. Wir müssen uns selbst die Freizeit für den Kopf freischaufeln. Ich merke es selbst bei mir: Ich habe einen Tag in der Woche, wo ich wirklich versuche, ein bisschen früher den Laden zu verlassen. Aber das schaffe ich nicht immer."
Miron Muslic (FC Schalke 04): "Ich kenne das. Der Tag ist manchmal sehr, sehr lang. Unser Job ist sehr fordernd. Deswegen ist eine - so sagen wir es in Österreich - 'Coaching-Hygiene' sehr wichtig. Ich wünsche Vincent nur das Allerbeste. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm und wir sehen ihn bald wieder an der Seitenlinie."
Niko Kovac (Borussia Dortmund): "Wichtig ist in dieser Phase, ihm Ruhe zu geben. Er braucht die Zeit. Wir wissen alle, wie anstrengend so ein Trainerjob ist."
"Er hat mir auch schon geantwortet"
Daniel Thioune (Werder Bremen): "Ich habe vor dem Spiel einen Augenblick in der Kabine genutzt, um ihm eine Nachricht zu schicken. Ich habe nach dem Abpfiff gesehen, dass er mir auch schon geantwortet hat. Das zeigt, dass es ihm wahrscheinlich schon besser geht. Von meiner Seite auch die besten Wünsche. Wir sind so oft Kontrahenten, aber halten als Trainerkollegen auch zusammen und wissen, dass die Gesundheit unser höchstes Gut ist."

Die BVB-Lehren für den Gipfel in München - und die schwierigen Bayern-Tage
Borussia Dortmund geht mindestens auf Augenhöhe in den Bundesliga-Gipfel gegen den FC Bayern kommende Woche. kicker-Reporter Dennis Zaremba erklärt, was der BVB aus der Partie gegen Eintracht Frankfurt mitnehmen kann und was sich ändern muss, um in München zu bestehen. Dort haben die Verantwortlichen derweil vor dem Topspiel in Freiburg heute Abend mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Außerdem: Kaiserslautern klopft in der 2. Liga oben an - und in Köln bleibt nur ein Zusammenprall im Kopf.
14:55 Minuten
Martin Demichelis (RB Leipzig): "Wir als Trainer denken 24 Stunden darüber nach, was wir verbessern können. Wahrscheinlich arbeitet unser Kopf viel zu viel. Er ist auch ein harter Hund und hat eine brutale Persönlichkeit und viel Leidenschaft. Ich wünsche ihm Ruhe und gute Besserung."
Urs Fischer (1. FSV Mainz 05): "Natürlich nimmt man das wahr. Das ist nicht schön, aber Teil des Lebens. An dieser Stelle gute Besserung und liebe Grüße an Vincent. Ich hoffe, er kommt so schnell wie möglich zurück."
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.