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Wednesday, November 4, 2026

Nach Wahldebakel: Vance rechnet mit Trumps Politik ab

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  • US-Vizepräsident JD Vance macht den Irankrieg für die Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen verantwortlich.
  • Laut Analysten haben Trump-Wähler von 2024 diesmal demokratisch gewählt.
  • Sie fordern ein Kriegsende, weniger Inflation, «USA zuerst» und eine neue Haltung gegenüber Israel.

«Der Grund für unsere Niederlage ist der Krieg. Das hat der Präsident gestern Abend selbst gesagt.» Mit diesen Worten meldete sich US-Vizepräsident JD Vance Mittwochmorgen (Ortszeit) auf X und erläuterte, weshalb seine Partei bei den Zwischenwahlen verloren hatte.

Vance sagt, er habe mit Analysten gesprochen und dabei erfahren, dass es nicht daran gelegen habe, dass zu wenige Trump-Unterstützer zur Wahl mobilisiert worden seien, sondern daran, dass Trump-Wähler von 2024 diesmal Demokraten gewählt hätten.

Vance nennt vier Forderungen enttäuschter Trump-Wähler

Einer der Analysten habe jene Wähler, die uns den Rücken gekehrt hatten, gefragt, was sie dazu bewegen würde, wieder zu uns zurückzukehren. Die vier häufigsten Antworten, die fast alle Rückmeldungen ausmachten, lauteten:

  • Beendet den Krieg
  • Bringt die Inflation unter Kontrolle
  • Stellt die USA an erste Stelle
  • Ändert unsere Beziehung zu Israel

Weiter schreibt der Vizepräsident, man könne darüber diskutieren, ob das, was die Regierung in den letzten zwei Jahren gemacht habe, «sich gelohnt hat, auch wenn die Republikaner den Senat für die nächsten sechs Jahre verloren haben». Man könne das so sehen oder anders. Darüber zu diskutieren sei ehrlich, so Vance. «Aber jeder weiss, warum wir verloren haben. Und jede ehrliche Diskussion darüber, wie es nun weitergehen soll, muss genau dort ansetzen.»

«Ihr habt recht, ihr habt es uns tatsächlich gesagt»

Zuletzt wendet sich Vance an die Wähler: «An alle, die sauer sind und sagen wollen: ‹Ich habe es euch doch gesagt› – ihr habt recht, ihr habt es uns tatsächlich gesagt. Nutzt diese Energie, um Republikaner zu wählen, die eure Weltanschauung teilen.» Und: «An alle, die einfach nur sauer über das Ergebnis sind: Das solltet ihr auch sein. Lasst uns diese Wut nutzen und wieder darangehen, unser Land zu retten.»

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Das ist bisher die einzige längere Stellungnahme der US-Regierung zur Midterms-Niederlage. Trump äusserte sich noch am Dienstagabend. Auf Truth Social schrieb er, er sei nicht auf dem Wahlzettel gestanden. Hätte er dies getan, hätte seine Partei gewonnen. Und weiter: «Ich werde mich als politischer Kommentator betätigen – im Guten wie im Schlechten – und die Gründe analysieren, warum diese Kandidaten gewonnen oder verloren haben!» Das Weisse Haus veröffentlichte am Mittwoch ein Bild von Trump mit der Überschrift «Trump ist noch immer euer Präsident».

Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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