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Friday, October 23, 2026

Sport als Wirtschaftsfaktor – BMC, On, Stöckli & Co.: Sportunternehmen sollen Verband erhalten

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Was Swiss Olympic herausfinden wollte: Skihersteller Stöckli aus dem Kanton Luzern, BMC-Fahrräder aus dem Kanton Solothurn, Sponser Sportnahrung aus dem Kanton Schwyz und die Zeitmessung Swiss Timing aus dem Kanton Bern: All diese Firmen haben eine Gemeinsamkeit. Sie verdienen ihr Geld mit dem Sport. Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, hat nun erstmals die wirtschaftliche Bedeutung der Sportfirmen erforschen lassen. Die Studie wurde von PWC und Generis durchgeführt; die Autoren verwenden den Begriff Sportstech, um die Tätigkeit zu umschreiben.

Eine lachende Person in einer roten Jacke.
Legende: Alt-Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold ist Präsidentin von Swiss Olympic. Sie will Sport, Wissenschaft und Wirtschaft näher zusammenbringen. Archiv / KEYSTONE / Urs Flueler

So ist die Sportstech-Branche derzeit aufgestellt: Die Branche beschäftigt in der Schweiz 17'000 Personen, es sind mehr als 400 Firmen mit einem Umsatz von rund acht Milliarden Franken. Das Potenzial sei längst nicht ausgeschöpft, es brauche eine Branchenorganisation, so das Fazit der Studie. Rund die Hälfte der Firmen konzentriert sich demnach auf drei Kantone. Der Kanton Waadt sei ein forschungsintensiver Cluster mit etlichen Start-ups. Basis dieser Firmen seien die technische Hochschule EPFL sowie die dort ansässigen Sportverbände. Bern bilde das industrielle Zentrum – Firmen, die Ausrüstung herstellen, zum Beispiel für den Radsport, Zeitmessung und Ernährung. Zürich wiederum sei das kommerzielle Zentrum für Medien, Sportdaten und Fan Engagement.

Das sind die Schwergewichte in der Branche: Die Sportstech-Branche wird dominiert von einigen grossen Unternehmen. Laut der Studie erzielen rund zehn Prozent der Unternehmen mehr als 90 Prozent des Umsatzes. Zu den Grossen gehört der Sportartikel-Hersteller On mit einem Jahresumsatz von 3.6 Milliarden Franken. Ein weiteres Schwergewicht ist die Firma Sportradar aus St. Gallen, welche weltweit Daten von mehr als einer Million Sportveranstaltungen erfasst, analysiert und diese den Medienunternehmen und Wettbüros zur Verfügung stellt. Bei Sportradar arbeiten 3900 Personen und das Unternehmen macht einen Umsatz von 1.2 Milliarden Franken pro Jahr.

Diese Rolle spielen die kleineren Firmen: Die von Swiss Olympic präsentierte Studie zeigt, dass die Branche auch geprägt ist von etlichen Kleinstunternehmen. 61 Prozent der Firmen beschäftigen höchstens zehn Personen. Eine grosse Lücke gibt es bei den mittelgrossen Firmen, die in der Branche verhältnismässig wenig vertreten sind. Kleine Firmen schafften es zu wenig, ihre Ideen weiterzuentwickeln, zu wachsen und zur Markreife zu bringen, so die Studie.

Zu diesem Schluss kommt die Studie: «Das grosse Problem ist die fehlende Vernetzung», sagt Mike Kurt, der im Auftrag von Swiss Olympic die Studie mitverfasst hat. Es gebe in der Schweiz zwar viel Fachwissen, Spitzentechnologie und mehr als 60 internationale Sportverbände. Allerdings gebe es kaum einen Austausch. Eine verstärkte Zusammenarbeit würde den Firmen helfen, Ideen umzusetzen und international zu vermarkten, zeigt sich Kurt überzeugt. Swiss Olympic will in den kommenden Monaten eine Allianz bilden zwischen Wirtschaftsförderung und den Firmen und Sportverbänden mit dem Ziel, eine neue Branchenorganisation aufzubauen.

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