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Friday, October 23, 2026

Die Deals mit Medikamenten

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58 Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen 2025 für verschreibungspflichtige Medikamente gezahlt – Rekord! Die Ausgaben steigen seit Jahren. Allein zwischen 2021 und 2025 haben sich sie um knapp 25 Prozent erhöht. Ein wesentlicher Grund: Rezeptpflichtige Medikamente werden im Schnitt immer teurer. Aber warum?

WISO-Reporterin Kaja Adchayan findet in dieser Folge „DEALS“ heraus, wie das Geschäft mit Medikamenten funktioniert. Wie kann es sein, dass Medikamente inzwischen 100.000 Euro pro Packung kosten können? Wer legt diese Preise fest?

Hohe Medikamentenpreise trotz Regulierung

Kaja Adchayan trifft einen Gesundheitsökonomen, der ihr verrät, wie die Preise für neue Medikamente in Deutschland reguliert werden. Schon 2011 wurde mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz, kurz AMNOG, ein Verfahren eingeführt, das die Preise für innovative Medikamente  an ihren tatsächlichen Nutzen koppeln und die GKV-Ausgaben eindämmen sollte.

Allerdings: Es werden längst nicht alle neuen, innovativen Medikamente tatsächlich auf ihren Nutzen geprüft. Und die GKV-Ausgaben für neue Medikamente sind auch seit Einführung des AMNOG weiter gestiegen. Unternimmt die Politik zu wenig, um diese Aufwärtsspirale zu stoppen? Und warum dürfen Pharmahersteller in den ersten sechs Monaten nachdem ihr neues Medikament auf den Markt gekommen ist in Deutschland eigentlich „ihre Preise“ verlangen – ganz egal wie hoch? Das fragt Reporterin Kaja die gesundheitspolitischen Sprecher der CDU/CSU und SPD.

Big Player nehmen mit Abnehmspritze und Co. Milliarden ein

Eli Lilly, Pfizer, AbbVie, Johnson & Johnson und AstraZeneca sind aktuell die umsatzstärksten Pharmakonzerne der Welt.

Bemerkenswert: Dem US-Pharmaunternehmen Eli Lilly gelang innerhalb weniger Jahre der Sprung auf Platz 1 dank eines einzigen patentgeschützten Wirkstoffs: Tirzepatid. Dieser steckt in zwei Medikamenten von Eli Lilly: Mounjaro, ein Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, und Zepbound, in den USA separat als Abnehmspritze angeboten. In Deutschland wird Mounjaro für beide Anwendungsfälle verschrieben.

Mounjaro und Zepbound sind „Blockbuster“. So nennt man Medikamente, die weltweit einen jährlichen Umsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar einfahren. Die großen Pharmahersteller haben in der Regel mehrere von diesen „Blockbustern“, mit denen sie hohe Umsätze erzielen. Eli Lilly hat allein mit Mounjaro und Zepbound 56 Prozent seines Umsatzes 2025 gemacht.

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