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Friday, October 30, 2026

Intel-Aktie sackt um ein Viertel ab: Schwache Progonose fürs letzte Quartal

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Die Börse straft Intel ab, obwohl das Unternehmen im dritten Quartal dieses Jahres 16,5 Milliarden US-Dollar umsetzte, 21 Prozent mehr als im dritten Quartal 2025. Doch trotz gestiegener Bruttomarge sank der Gewinn um 18 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Vor allem kann Intel nur einen schwachen Ausblick aufs vierte Quartal präsentieren: Wegen Engpässen in der Fertigung kann das Unternehmen nicht so stark vom rasant wachsenden Markt der Serverprozessoren profitieren, wie erhofft. Zweitens schwächelt das bisherige Kerngeschäft, die Prozessoren für Notebooks und Desktop-PCs. Und drittens macht die Auftragsfertigungssparte weiterhin Miese und produziert vor allem für Intel selbst.

Für das laufende vierte Quartal 2026 nennt Intel ein Umsatzziel zwischen 15 und 16 Milliarden US-Dollar, also weniger als im dritten Quartal. Der Aktienkurs sackte nachbörslich von 92 auf unter 72 US-Dollar ab.

Durch den Boom vor allem der agentischen KI-Systeme kann Intel viele Xeon-Serverprozessoren verkaufen, obwohl AMD mit dem Epyc einen stärkeren Konkurrenten im Rennen hat. Doch am 14. Oktober gab es in der Fab 28 am israelischen Intel-Standort Kiryat Gat einen Unfall, bei dem zwei Mitarbeiter getötet wurden, anscheinend durch die Explosion eines Gasbehälters. Die Produktion wurde dadurch gedrosselt.

Außerdem berichtete Intel bei der Präsentation der Geschäftszahlen von weiteren Engpässen, die die Produktion bremsen, etwa bei Substraten für Chipgehäuse. Erst ab Mitte 2027 soll sich die Liefersituation deutlich bessern.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 sank der Umsatz der Client Computing and Physical AI Group (CCPG) von Intel um 4,9 Prozent von 8,5 auf 8,1 Milliarden US-Dollar. Denn wegen der extrem hohen RAM-Preise ist der PC-Markt um rund 20 Prozent eingebrochen.

Der Ausblick ist noch düsterer: Marktforscher erwarten im vierten Quartal noch größere Rückgänge und die RAM-Preise dürften immer weiter steigen. Der RAM-Hersteller SK Hynix prognostiziert Knappheit bis 2030.

Intel-Chef Lip-Bu Tan betonte zwar abermals, dass die im Frühjahr 2027 erwartete CPU-Generation Nova Lake sehr stark werden soll. Doch in einem schrumpfenden PC-Markt mit horrenden RAM-Preisen sind dadurch keine riesigen Umsätze zu erwarten.

Die Prozessoren der günstigen Baureihe Core 300 alias Wildcat Lake sind laut Intel derzeit ausverkauft.

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