11. Runde in der Super League – YB beendet St. Gallens Serie in Wankdorf

- YB feiert in der 11. Runde der Super League einen 2:0-Heimerfolg gegen St. Gallen.
- Gerardo Seoane kann nach einem Spitalaufenthalt nicht an der Seitenlinie der Berner stehen.
- Edimilson Fernandes muss nach einem harten Entscheid und einer roten Karte vom Feld.
- Der FC Zürich zittert sich gegen Luzern zu einem 2:1-Heimsieg, Servette schlägt Aufsteiger Vaduz zuhause mit dem gleichen Resultat.
20 Jahre lang hatte St. Gallen in Bern nichts zu bestellen. Bis zur letzten Saison, als die Ostschweizer gleich 3 Siege im Wankdorf feiern konnten (2 Mal gegen YB, einmal im Cupfinal gegen Stade-Lausanne-Ouchy). In der 11. Super-League-Runde der aktuellen Saison gab es der FCSG dann aber erneut nichts mehr zu holen.
YB feierte einen hochverdienten 2:0-Erfolg, der allerdings erduldet werden musste. Denn vom erwarteten Spektakel – in den letzten 19 Direktbegegnungen fiel nur einmal weniger als 2 Treffer – war lange nichts zu sehen. Das änderte sich nach knapp einer Stunde:
- 59. Minute: Samuel Essende – wer sonst – erlöst das Heimteam. Nach einem Corner trifft er den Ball aus aussichtsreicher Position nicht, die anschliessende Flanke von der anderen Seite verwertet er aber per Kopf zur hochverdienten YB-Führung.
- 62. Minute: Die Berner spielen weiter nach vorne. Der auffällige Bahereba Guirassy schlenzt den Ball nach einer tollen Einzelaktion an den Pfosten.
- 64. Minute: Wieder wird es gefährlich vor dem St. Galler Tor. Die Gäste bringen den Ball nicht weg, Guirassy trifft aus kurzer Distanz zum 2:0. Es ist der 1. Treffer des Franzosen im YB-Dress.
Harte rote Karte gegen Fernandes
Trotz der komfortablen Führung wurde noch einmal eine heisse Schlussphase eingeläutet. Im Mittelpunkt: Edimilson Fernandes und Schiedsrichter Lukas Fähndrich. Fernandes spielte bei einem Tackling gegen Lukas Görtler zwar den Ball, traf mit dem anderen Fuss aber den FCSG-Captain. Fähndrich zeigte für diese Aktion in der 78. Minute die direkte rote Karte – ein sehr harter Entscheid.
Erst mit einem Mann mehr agierten die Gäste, die bis zu diesem Zeitpunkt nur gerade 30 Prozent Ballbesitz hatten, im Spiel nach vorne mutiger. 7 Minuten vor Schluss verhinderte Cédric Zesiger den Anschlusstreffer auf der Linie. Viel mehr kam von den Ostschweizern allerdings nicht.
Es spielt praktisch nur YB
Der Sieg von YB geht absolut in Ordnung. Schon in der 1. Halbzeit waren die Berner klar spielbestimmend gewesen. Allerdings fehlte dem Heimteam, das an der Seitenlinie von Assistent Matteo Vanetta gecoacht wurde (s. Box unten), die letzte Genauigkeit. St. Gallen stellte das Zentrum geschickt zu und liess auch über die Aussenbahnen keine Gefahr aufkommen. Die Young Boys spielten geduldig weiter – und wurden in der 2. Halbzeit dafür belohnt.
YB-Trainer Gerry Seoane konnte beim Heimspiel gegen St. Gallen nicht an der Seitenlinie stehen. Seoane musste am Freitag nach Schwindelgefühlen und Unwohlsein in Spitalpflege gebracht werden. Dort wurde eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs im Innenohr diagnostiziert.
Der 47-Jährige konnte das Spital am Samstagnachmittag wieder verlassen und befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Nach jetzigem Stand kann davon ausgegangen werden, dass der YB-Trainer seine Arbeit im Stadion Wankdorf im Verlauf der kommenden Woche wieder aufnehmen wird.
So geht es weiter
St. Gallen empfängt am kommenden Samstag im heimischen Stadion Servette. YB trägt tags darauf erneut ein Heimspiel aus – Gast im Wankdorf ist der FC Zürich.
Lewin Blum hat seinen Vertrag bei YB bis 2029 verlängert. Der 25-Jährige fehlte gegen St. Gallen wegen einer Gelb-Sperre. Blum durchlief gesamte Nachwuchsabteilung von YB und war letzte Saison an den belgischen Klub Charleroi ausgeliehen worden. Er absolvierte bislang 149 Pflichtspiele für YB.
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