Paris investiert 200 Millionen Euro in neue Radwege
Seit Jahren treibt Paris eine Verkehrswende mit mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer voran, nun sollen weitere 140 km Radwege angelegt und gefährliche Kreuzungen entschärft werden. Bis 2032 sieht der neue „Plan Vélo“ Investitionen von 200 Millionen Euro vor. Paris rühmt sich längst, die „Hauptstadt des Fahrrads“ zu sein. Es gehe darum, mit der wachsenden Fahrradnutzung Schritt zu halten und sichere, durchgängige Verbindungen zu schaffen, sagte Bürgermeister Emmanuel Grégoire.
Schon jetzt verfügt Paris über 454 km Radwege. Einschließlich der auf Straßen markierten Fahrstreifen für Räder ist das Netz rund 1600 km lang. Zwischen 2020 und 2025 nahm die Nutzung der Radwege um 47 Prozent zu. Nach Angaben der Stadt fuhren 2024 bereits 14 Prozent der Pariser mit dem Fahrrad zur Arbeit, 2020 waren es noch 5 Prozent. Auf einer viel genutzten Straße im Zentrum etwa wurden binnen eines Jahres 6,1 Millionen Radfahrer gezählt.
Autoverkehr soll strenger überwacht werden
Nun sollen 140 km weiterer Radwege gebaut und 220 km Einbahnstraßen für den Radverkehr in entgegengesetzte Richtung hergerichtet werden. 420 Kreuzungen sollen für eine sicherere Nutzung durch Radfahrer umgebaut werden. Außerdem sollen zusätzliche Beamte der Stadtpolizei den motorisierten Verkehr überwachen und Verstöße zulasten von Radfahrern und Fußgängern ahnden. Laut Statistik ist bei rund jedem zweiten Radfahrunfall in Paris ein Auto beteiligt. 2024 wurden etwas mehr als 1000 Radfahrer bei Unfällen verletzt, 67 davon schwer. Zwei Radfahrer verunglückten tödlich.
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