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Saturday, September 12, 2026

Tödlicher Car-Crash: Überlebender rettete sich durchs Schiebedach

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Ersthelfer einer nahegelegenen Baustelle griffen nach dem Busunglück in Zernez GR sofort ein und retteten eine Person aus dem Car. Viele Passagiere seien nicht angeschnallt gewesen, eine weitere Person nicht mehr ansprechbar; die Rettungskräfte seien schnell vor Ort gewesen, erzählt einer der Helfer gegenüber 20 Minuten.20 Minuten

Darum gehts

  • Ein Reisecar kam zwischen Zernez und Susch GR von der Strasse ab und stürzte auf die Seite – fünf Menschen starben.
  • Die  Todesopfer sind niederländische Staatsangehörige: vier Frauen (71, 75, 79 und 80 Jahre alt) und ein 75-jähriger Mann.
  • Ein überlebender Passagier aus Meppel (75) entkam unverletzt durch das Schiebedach und trat die Heimreise an.

Er sass auf der rechten Seite des Reisecars, der zwischen Zernez und Susch GR von der Strasse abkam und auf die Seite stürzte. Der 75-jährige Fahrgast aus Meppel in den Niederlanden hatte dabei Glück im Unglück: Weil das Fahrzeug auf die rechte Seite kippte, wurde er nicht durch den Innenraum geschleudert.

Der Rentner sass gemeinsam mit seiner Frau hinten rechts im Bus, als dieser mit der Leitplanke kollidierte. «Plötzlich begann der Car zu kippen», erinnert sich der Passagier. Menschen hätten geschrien, andere seien durch den Innenraum geschleudert worden. Auch der 75-Jährige war nicht angeschnallt. «Aber ich hatte grosses Glück. Ich habe nur ein paar Kratzer, und meine Rippen schmerzen ein bisschen», sagte er der niederländischen Zeitung «AD».

Reisegruppe fuhr zurück in die Niederlande

Als der Bus endlich zum Stillstand kam, zwängte er sich aus eigener Kraft durch das Schiebedach ins Freie. Auch seine Frau konnte das Fahrzeug verlassen.

Nach einer kurzen Untersuchung im Spital wurde der Mann wieder entlassen und trat die Heimreise an – obwohl die Reise ursprünglich noch einige Tage gedauert hätte. «Ich bin ein positiver Mensch. Aber ich verstehe, dass wir nach Hause fahren, und das ist auch gut so», sagte er gegenüber «AD».

Alle Opfer waren über 70 Jahre alt

Nach dem Busunglück griffen Arbeiter einer nahegelegenen Baustelle sofort ein. Gegenüber 20 Minuten schilderte einer der Ersthelfer das Chaos in den ersten Minuten nach dem Unfall. «Weil viele nicht angeschnallt waren, lagen Menschen aufeinander», sagte der Mann. «Zwei Personen waren mit dem Arm unten eingeklemmt. Eine war bereits nicht mehr ansprechbar, die andere konnten wir zum Glück noch herausholen.»

Inzwischen wurden die fünf Todesopfer identifiziert. Wie die niederländischen Behörden mitteilten, handelt es sich um vier Frauen im Alter von 71, 75, 79 und 80 Jahren sowie einen 75-jährigen Mann. Die Frauen stammten aus Rotterdam, Maastricht, Haarlem und der Provinz Nordbrabant; der Mann lebte in der Provinz Groningen.

Karin Leuthold

Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.

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