Firefox zeigt jetzt Werbung in der Adressleiste
Mozilla hat Firefox 156 veröffentlicht. Die neue Version soll vor allem den integrierten PDF-Betrachter beschleunigen. Außerdem optimiert der Browser den Speicher- und CPU-Einsatz beim Herunterskalieren großer JPEG-Bilder.
Weitere Änderungen gibt es bei der Adressleiste, macOS und Windows-on-ARM-Geräten. Firefox 156 steht ab sofort zum Download bereit; Mozilla führt alle Neuerungen in den Release Notes auf.
Schnellere PDFs und H.264-Dekodierung per Hardware
Der PDF-Viewer von Firefox gehört zu den sichtbarsten Änderungen der Version. Mozilla verspricht einen bis zu 45 Prozent schnelleren Start. Auch bei großen JPEG-Dateien hat Mozilla angesetzt: Zeigt eine Website etwa ein hochauflösendes Foto verkleinert innerhalb einer Seite an, soll Firefox dafür weniger Arbeitsspeicher und Prozessorzeit benötigen.
Für Windows-Geräte mit ARM64-Prozessoren erweitert Firefox zudem die Hardwarebeschleunigung bei WebRTC-Videokonferenzen. Der Browser kann H.264-Videos nun gegebenenfalls per Hardware dekodieren, statt auf die Softwaredekodierung auszuweichen. WebRTC ist die Technik hinter vielen browserbasierten Videochats; die Auslagerung an spezialisierte Hardware soll Prozessorlast und Energieverbrauch senken.
Firefox Suggest in Deutschland
In Deutschland, Frankreich und Italien zeigt Firefox 156 lokalisierte Wikipedia-Vorschläge sowie gelegentlich gesponserte Treffer in der Adressleiste an. Die Funktion gehört zu Firefox Suggest und ergänzt Eingaben beim Tippen um passende Vorschläge. Mozilla zufolge lassen sich diese Vorschläge in den Firefox-Suggest-Einstellungen abschalten.
Auf Macs kann Firefox künftig zudem automatisch beim Start des Rechners geöffnet werden. Die Option findet sich im Bereich „Start“ der Browser-Einstellungen. Damit übernimmt Firefox eine Funktion, die bislang über die Systemeinstellungen von macOS oder vergleichbare Workarounds eingerichtet werden konnte.
Korrekturen bei Bildbearbeitung, PiP und Netzwerk
Mozilla hat außerdem mehrere Fehler behoben. In Rich-Text-Editoren konnte das Verschieben eines Bildes dieses bislang durch eine lange Textzeile ersetzen. Auch Untertitel in Bild-im-Bild-Fenstern funktionierten nicht zuverlässig: Wurden sie erst aktiviert, nachdem das separate Videofenster bereits geöffnet war, blieben sie mitunter unsichtbar.
Weitere Korrekturen betreffen Lesezeichen und die neue geteilte Ansicht. Zog man in der Lesezeichen-Seitenleiste gleichzeitig einen Ordner und dessen enthaltene Lesezeichen, konnten die Einträge aus dem Ordner heraus verschoben werden. Nach dem Vertauschen der beiden Bereiche in der geteilten Ansicht konnte zudem die Suchleiste eines Tabs dauerhaft nicht mehr verfügbar sein.
Bei aktiviertem DNS over HTTPS behebt Firefox 156 laut Mozilla ferner Ladeprobleme bei Websites, die selbst kein HTTPS unterstützen. Hinzu kommen Fehler mit der integrierten VPN-Funktion, die bei einzelnen Nutzern sämtliche Netzwerkverbindungen unterbrechen konnte, sowie ein Windows-Problem mit automatisch ausblendbaren Taskleisten.
Wie üblich enthält das Update auch einige Sicherheitskorrekturen. Für Unternehmensumgebungen verweist Mozilla zusätzlich auf eigene Release Notes für Firefox Enterprise 156.
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