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Monday, October 5, 2026

Bericht: Laptop-Fertiger hatte HP-Produktion wegen Kostenstreit kurz angehalten

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PC-Hersteller lassen Notebooks bekanntlich überwiegend von Auftragsfertigern in Asien produzieren. Im September soll eine solche Geschäftsbeziehung im Streit um höhere Kosten für Komponenten kurzzeitig eskaliert sein. In Taiwan wird berichtet, dass Zulieferer Quanta die Produktion von HP-Notebooks gestoppt hat, da HP die gestiegenen Kosten nicht mittragen wollte. Erst nach einer Woche und persönlichem HP-Besuch vor Ort soll Quanta die Laptop-Fertigung für HP wieder aufgenommen haben.

Quanta fertigt Notebooks etwa für Apple, wie das massiv nachgefragte MacBook Neo, aber HP gilt als der größte Kunde des taiwanischen Laptop-Produzenten. Umso bemerkenswerter ist der Schritt, die Produktion für HP anzuhalten, weil der US-amerikanische Konzern sich nicht an den höheren Komponentenkosten beteiligen wollte. Schließlich sind in letzter Zeit neben Prozessoren und Speicher auch Platinen, passive Bauelemente, Lithium-Batterien, Power-Management-ICs und WLAN-Chips teurer geworden, was die Margen der Hersteller belastet.

Jetzt wird in Taiwan unter Berufung auf Brancheninsider berichtet, dass sich HP im Gegensatz zu anderen PC-Anbietern nicht an den gestiegenen Produktionskosten beteiligen wollte, sondern auf die zuvor vereinbarten Preise beharrte. Demnach sei Dell der rücksichtsvollste Auftraggeber und würde die höheren Kosten fast komplett übernehmen. Selbst die oft als geizig kritisierten Acer und ASUS würden für den überwiegenden Teil der Preissteigerungen aufkommen. Lediglich Lenovo und eben HP würden sich weigern, die Preise anzupassen.

Deshalb habe sich C.C. Leung, Mitgründer und stellvertretender Vorsitzender Quantas, im September entschlossen, HP durch einen Produktionsstopp unter Druck zu setzen und HP vorerst keine Notebooks mehr zu liefern. HP habe daraufhin für die Lieferkette verantwortliche Führungskräfte nach Taiwan geschickt, um direkt mit Leung zu verhandeln und die gestiegenen Kosten zu diskutieren. Nach rund einer Woche hätte Quanta die Produktion für HP und die Laptop-Lieferungen an HP wieder aufgenommen.

Einzelheiten zu den Ergebnissen der Gespräche zwischen HP und Quanta sind bislang nicht bekannt. Während HP sich bislang nicht dazu geäußert hat, sagte Quanta nur, dass man Kundenbeziehungen nicht kommentiert. Quanta fertigt Notebooks für seine Kunden überwiegend in Thailand und Vietnam, aber die Produktionskosten sind laut taiwanischer Medien dort 10 bis 20 Prozent höher als in China. Deshalb würden etliche Auftragsfertiger die Produktion wieder nach China verlagern. Das könnte eine Lösung für den Kostenstreit zwischen HP und Quanta gewesen sein.

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