Zürcher peilt Crans-Montana an – Für Miggiano ist die Olympia-Enttäuschung Ansporn für die Heim-WM

13 Starts, 6 Mal in den Punkten, 2 Mal in den Top 10, ein 5. Rang in Gröden als Bestergebnis. Der erste richtige Weltcup-Winter von Alessio Miggiano kann sich sehen lassen. Eine grosse Enttäuschung gab es für den Zürcher Oberländer gleichwohl: Trotz erfüllter Limite wurde er nicht für Olympia selektioniert. «Das hat mehr geschmerzt, als gedacht», sagte der 24-Jährige.
Miggiano schöpfte aus dem Olympia-Frust Motivation für den anstehenden Winter. «Weil ich Olympia so knapp verpasst habe, ist der Hunger auf die WM sehr gross», erklärt er gegenüber SRF. Die Heim-Titelkämpfe in Crans-Montana 2027 seien einer seiner grossen Wünsche. «Als Schweizer Skifahrer ist das eine einmalige Chance in der Karriere.»
Nach der letzten Saison spannte Miggiano erst mal aus, genoss die Ferien mit Freunden. Nun laufen die Vorbereitungen auf den anstehenden Winter auf Hochtouren. Kürzlich kehrten die Schweizer aus dem Trainingslager in Chile zurück.
Kein Koch, aber der Team-Coiffeur
Dort waren von Miggiano nicht nur schnelle Schwünge und saubere Sprünge gefragt. Schliesslich hat er sich unter den Speedfahrern von Swiss-Ski einen Namen als Team-Coiffeur gemacht. «Vor der Heimkehr aus Chile – mit einer Werbewoche vor der Tür – wollten alle ihre Frisur etwas auffrischen. Das gab etwas mehr Arbeit», so Miggiano.
Von der Speedgruppe seien wohl alle bei ihm für einen Haarschnitt vorbeigekommen, erzählt der Zürcher Oberländer, der sich die Fertigkeiten mit dem Haarschneider selbst beigebracht hat.
Denn seine Eltern führen keinen Coiffeur-Salon, sondern ein Restaurant mit 16 Gault-Millau-Punkten. Miggiano: «Ich musste andere Stärken suchen. Denn am Kochherd sind sie nicht.»
Radio SRF 1, Regionaljournal Zürich, 30.9.26, 17:30 Uhr ; rek
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