Riesiger Schuldenberg: Trotz NFL-Millionen: Chiefs-Star meldet Privatinsolvenz an

Wide Receiver Rashee Rice hat vor einem US-Bundesgericht Privatinsolvenz angemeldet. Der Star-Spieler der Kansas City Chiefs gibt an, mehr als 3,45 Millionen Dollar an Schulden zu haben.
Obwohl er aktuell in der NFL spielt und durchschnittlich 1,6 Millionen Dollar jährlich verdient, hat Rashee Rice Privatinsolvenz angemeldet. Der Wide Receiver der Kansas City Chiefs gibt an, mehr als 3,45 Millionen Dollar an Schulden angehäuft zu haben. Dieses Minus entstammt hauptsächlich aus Zivilklagen gegen ihn, wie aus Gerichtsakten hervorgeht.
Demnach sollen 2,1 Millionen Dollar an Schulden aus diversen Prozessen gegen ihn entstanden sein, die entweder in Vergleichen endeten oder noch laufen. Der 26-jährige Rice wurde von mehreren Personen wegen seiner Beteiligung an einem Massenunfall bei hoher Geschwindigkeit im Jahr 2024 in Dallas verklagt. Zudem reichte eine Ex-Freundin Klage gegen ihn ein. Sie wirft ihm vor, sie zwischen 2023 und 2025 wiederholt körperlich angegriffen zu haben.
In den eingereichten Unterlagen bezifferte Rice sein persönliches Vermögen auf 677.054 US-Dollar, darunter 421.825 US-Dollar an aufgeschobenen Vergütungszahlungen. Auf seinen Girokonten liegen demnach 13.640 US-Dollar. Zudem gab er an, zur Miete zu wohnen und keine Immobilien zu besitzen.
Rice verdient 2026 mehr als zwei Millionen Dollar
Rice beantragte ein Insolvenzverfahren nach "Chapter 7". Dieses richtet sich laut den eingereichten Unterlagen an "Personen, die aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ihre Schulden nicht begleichen können und bereit sind, ihr nicht pfändungsgeschütztes Vermögen zur Befriedigung ihrer Gläubiger einzusetzen". Rice gab an, dass 39.241 US-Dollar seines persönlichen Vermögens nicht unter den Pfändungsschutz fallen.
Den Unterlagen zufolge schuldet Rice seinem größten Gläubiger noch 979.837 US-Dollar aus einem 2025 geschlossenen zivilrechtlichen Vergleich im Zusammenhang mit dem Unfall. In einigen Zivilverfahren bestreitet Rice die geltend gemachten Forderungen. Dazu zählen insgesamt 700.000 US-Dollar aus Klagen von Opfern des Unfalls von 2024 sowie 200.000 US-Dollar aus der Klage wegen mutmaßlicher körperlicher Übergriffe.

Den Unterlagen zufolge hinterlegte Rice seinen Ring vom Super Bowl LVIII, dessen Wert er mit 160.000 US-Dollar angab, als Sicherheit bei Thomas McMurray, seinem Anwalt in den laufenden Zivilverfahren. Rices Insolvenzanwalt David Shuster und die Chiefs wollten sich nicht äußern. Von McMurray war einem Bericht von ESPN zufolge noch keine Reaktion zu bekommen.
RIce war der 55. Pick der Chiefs im Draft 2023 und erhielt daher einen standardisierten Vertrag im Wert von rund 6,5 Millionen Dollar. In der laufenden Saison stehen etwas mehr als zwei Millionen Dollar an Gehalt zu. Nach der Saison haben die Chiefs dann die Frage zu klären, ob sie ihn längerfristig binden wollen oder ihn ziehen lassen. Rein sportlich ist er ihr wertvollster Receiver, doch sind seine Querelen abseits des Feldes zumindest mal ein Störfaktor.
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