«Der kann führen»: Blocher hebt Asylchef Schmid auf den Schild

- Alt Bundesrat Christoph Blocher äussert sich bei «Tele-Blocher» zur Nachfolge von Guy Parmelin (SVP).
- Als stärksten Kandidaten hebt Blocher Nationalrat Pascal Schmid hervor: «Er kann führen.»
- Auch Esther Friedli und Natalie Rickli nennt Blocher als ernsthafte Kandidatinnen.
Letzten Freitag hat Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) bekannt gegeben, dass er Ende Jahr zurücktritt. In der neuen Folge «Tele-Blocher» äussert sich nun alt Bundesrat Christoph Blocher über mögliche Nachfolger.
Überrascht sei er nicht vom Rücktritt. Parmelin sei schliesslich elf Jahre im Amt gewesen. Das Präsidialjahr sei anstrengend und habe ihn «ausgebrannt». Man müsse Parmelins Rücktritt deshalb begreifen.
Natalie Rickli «muss man ernst nehmen»
Nun stellt sich die Frage, wer auf Parmelin folgt. Blocher äussert sich erstmals. Die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli sei eine Kandidatin, die man «ernst nehmen muss», so Blocher. Sie sei aktuell aber auf der Laufbahn einer Regierungsrätin. Im Hinblick auf die aktuelle Situation in der Zürcher Regierung, müsse sich die Partei gut überlegen, was man machen wolle. Schliesslich gebe es fast niemanden mehr, der im Regierungsrat langfristig bleibe.
Auch zu Esther Friedli äussert sich der alt Bundesrat. Die St. Galler Ständerätin sei eine gute Kandidatin. Sie sammelte als Generalsekretärin des kantonalen Bildungsdepartements Führungserfahrung.
«Der kann führen»: Blocher-Lob für Pascal Schmid
Noch ausführlicher äussert sich der SVP-Doyen aber über den Thurgauer Nationalrat Pascal Schmid. «Er kann führen», so Blocher. Als ehemaliger Präsident des Bezirksgerichts Weinfelden kenne er die Rechtslage gut. Somit sei er ein geeigneter «Asylchef».
Der von der SVP Schwyz ins Rennen geschickte Regierungsrat André Rüegsegger ist laut Blocher ein «munterer Bursche». Zur Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz äussert sich Blocher nicht, auch eine Frage dazu beantwortet er nicht. Schlussendlich seien jetzt aber die Kantonalparteien gefragt, die ihre Leute vorschlagen sollen.
Grosse «Sauerei» in den Departementen
Auch zum Thema der Departementswahl äussert sich Blocher. Bei allfälligen Wechseln werde das Verteidigungsdepartement (VBS) von Martin Pfister (Die Mitte) oder das Justizdepartement (EJPD) von Beat Jans (SP) frei. Im EJPD «herrscht die grösste Sauerei», so Blocher. Nach seinem Rücktritt habe 20 Jahre eine «sozialistische Misswirtschaft» geherrscht. Im VBS seien der Armeeausbau und dessen Finanzierung die grössten Schwierigkeiten.
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Einem Wechsel von Jans ins Wirtschaftsdepartement WBF steht Blocher kritisch gegenüber. Man solle ihm das WBF nicht überlassen. Stattdessen solle Jans bleiben und nach dem Rücktritt von Bundesrat Ignazio Cassis (FDP) das Aussendepartement EDA übernehmen.
Aira Flückiger (fla) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie ist Praktikantin im Ressort Politik.
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