Flick vor Derby: "Mit so einem Auftritt reicht es nicht"
Trotz einer passablen Leistung kehrte Eintracht Braunschweig mit leeren Händen aus Fürth zurück. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison - für das Derby gegen Hannover fordert Florian Flick eine Steigerung.

Braunschweigs Florian Flick kündigt für sich und seine Kollegen eine harte Trainingswoche an IMAGO/Zink
Das 1:1 von Hannover 96 gegen den FC St. Pauli sahen die Spieler von Eintracht Braunschweig auf der Rückfahrt aus Fürth. Nach der eigenen 0:2-Niederlage sollte die Partie des Rivalen im Mannschaftsbus laufen. "Es bietet sich ja an, den Gegner für nächste Woche schon heute zu sehen", sagte Mittelfeldspieler Florian Flick wenige Tage vor dem prestigeträchtigen Niedersachsenderby (Sonntag, 13.30 Uhr).
Zwei Tore des Ex-Hannoveraners Felix Klaus zerstörten die blau-gelben Hoffnungen auf den Start einer kleinen Serie nach dem 1:0-Erfolg gegen Holstein Kiel, der zwischenzeitlich Balsam für die geschundene Braunschweiger Seele war. In Fürth war der BTSV zwar nicht deutlich unterlegen, machte aber die Tore trotz aussichtsreicher Chancen nicht und ließ sich in zwei entscheidenden Phasen von abgebrühten Kleeblättern abkochen.
Eintracht belohnt sich für passable Auftritte zu wenig
Es blieb bei passablen Ansätzen. Doch dieser Begriff sorgt bei den Eintracht-Fans beinahe schon für allergische Reaktionen. Denn in dieser Saison wäre schon öfter mehr drin gewesen, die Belohnung blieb jedoch regelmäßig aus.
"Nach der letzten Saison wollen wir auf jeden Fall zu Hause den Derbysieg holen. Deswegen müssen wir die Woche hart arbeiten, denn mit so einem Auftritt reicht es nächste Woche nicht", sagte Flick selbstkritisch.
In der vergangenen Saison verlor die Eintracht beide Derbys. Im Hinspiel würgte Erencan Yardimci Hannovers Boris Tomiak und sah früh die Rote Karte. Damit war die Partie quasi entschieden, Braunschweig verlor 0:3 unter Heiner Backhaus. Im Rückspiel gab Trainer Lars Kornetka seine Derby-Premiere. Die Eintracht war die bessere Mannschaft gegen den Favoriten, verlor aber durch ein Tor von Maik Nawrocki. Der letzte Derbysieg stammt aus der Saison 2024/25: ein 2:0 durch Tore von Fabio Kaufmann und Rayan Philippe.
In dieser Saison kriseln beide niedersächsischen Vertreter, 96 hat schon den Trainer gewechselt. "Bei Hannover läuft es nicht, sie tun sich in dieser Saison sehr schwer. Aber auch bei uns zu Hause ist es nicht ganz einfach zu spielen. Wir werden analysieren, was gegen Fürth schiefgelaufen ist, und wollen es nächste Woche besser machen und Hannover nicht zu seinen Aktionen kommen lassen", versprach Flick.
"Jetzt hat es Hannover getroffen": Flick wittert eine Chance
Unterschätzen will er die Roten jedoch keinesfalls: "Die Liga ist sehr eng beieinander. Da kannst du schnell in den Negativstrudel geraten. Das kann jeder Mannschaft passieren." Trotzdem wittert Eintrachts beständigster Mittelfeldspieler daher eine Chance: "Jetzt hat es Hannover getroffen, und das wollen wir natürlich ausnutzen."
Gleichwohl wird die Eintracht dafür mehr Effizienz und Beharrlichkeit zeigen müssen. Vielleicht war das Videostudium im Bus dafür hilfreich.
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