Ozonloch über der Antarktis schrumpft 2025 weiter
Stand: 16.09.2026 • 10:11 Uhr
Das Ozonloch über der Antarktis wird kleiner - und war 2025 so klein wie selten seit Anfang der 90er-Jahre. Die Weltwetterorganisation spricht von einer Erfolgsgeschichte und sieht die Ozonschicht auf dem Weg der Erholung.
Das Ozonloch über der Antarktis war im vergangenen Jahr besonders klein. Sowohl die Ausdehnung als auch die Tiefe lag der Weltwetterorganisation (WMO) zufolge besonders niedrig - und damit unter dem Durchschnitt der Jahre 1990 bis 2010.
Dies sei eine Erfolgsgeschichte im Umweltschutz, sagte WMO-Chefin Celeste Saulo. Seit dem Jahr 2000 erhole sich die Ozonschicht und "wir können davon ausgehen, dass sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte vollständig erholen wird."
Grundstein für Schutz der Ozonschicht
Die Ozonschicht schützt Menschen, Pflanzen und Tiere vor gefährlichen UV-Strahlen der Sonne. Doch die Schicht war jahrzehntelang durch den Menschen geschädigt worden. Verantwortlich waren damals Fluorchlorkohlenwasserstoffe, kurz FCKW. Sie waren eine Zeitlang als Kühlmittel in Kühlschränken und Klimaanlagen und als Treibgas zum Beispiel in Sprühdosen.
Mit der Unterzeichnung des Montrealer Protokolls 1987 wurde der Grundstein für ein Ende der Nutzung von FCKWs und damit zum Schutz der Ozonschicht gelegt. Seitdem hat sie sich wieder erholt.
Erholung auch über der Arktis
Auch über der Arktis deute der langfristige Trend auf eine Erholung der Ozonschicht hin, sagte Paolo Laj, Leiter des WMO-Programms für atmosphärische Beobachtungen, der Nachrichtenagentur dpa. 2025 seien die Ozonwerte wegen anderer meteorologischer Phänomene über einigen Gebieten der nördlichen Hemisphäre gesunken.
Dabei handele es sich aber nicht um ein Loch wie über der Antarktis. Vielmehr gebe es eine vorübergehende Verdünnung der Ozonschicht.
Hohe UV-Strahlung in Teilen Europas
Die UV-Strahlung steigt dennoch mancherorts. In Teilen Europas habe sie seit Mitte der 1990er Jahre um bis zu 20 Prozent zugenommen, heißt es von der Weltwetterorganisation. Das liege vor allem daran, dass es dort weniger Wolken gebe und die Zahl der Sonnenstunden damit steige. Gerade deshalb sollten sich Menschen in diesen Gebieten besonders vor UV-Strahlen schützen.
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