Angriffe zwischen Saudi-Arabien und den Huthis im Jemen nehmen zu
Die jemenitische Huthi-Miliz hat an diesem Montag einen erneuten Angriff auf den Flughafen von Riad ausgeführt. Der Flughafen sei "mit einer ballistischen Rakete" angegriffen worden, teilte Huthi-Sprecher Jahja Saree in Onlinemedien mit. Seine Angaben zufolge attackierten die Huthis zudem Ölpumpstationen mit Drohnen.
Erst am Sonntag hatten die Huthis nach eigenen Angaben den internationalen Flughafen von Riad erneut angegriffen - nur wenige Stunden nach der Wiederaufnahme des Flugbetriebs. Bei einem Huthi-Angriff auf den Flughafen von Riad am 10. Oktober waren 13 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.
Nach der Wiedereröffnung des Flughafens hatten die Huthis Reisende gewarnt, dass dieser weiterhin ein "militärisches Ziel" bleibe. Die Flughafenschließung war ein harter Schlag für Saudi-Arabien und zwang das Land zur Absage einer wichtigen internationalen Wirtschaftskonferenz.
Saudi-Arabien schlägt zurück
Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben mehrere Raketenwerfer und Lagerstätten der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen.
Bei dem Einsatz seien vier Abschussrampen für ballistische Raketen, ein Raketenlager sowie von den Huthis genutzte Tunnel zerstört worden, erklärte Koalitionssprecher Turki al-Maliki am Montag im Onlinedienst X. Damit sollte die militärische Versorgung zwischen den von den Huthis kontrollierten Gebieten zu unterbrochen werden, erklärte al-Maliki weiter.
Zudem seien Befestigungsanlagen der Rebellen und militärische Ausrüstung entlang der Frontlinien im Jemen ins Visier genommen worden. Zuvor hatte al-Maliki mitgeteilt, die Luftabwehr der Koalition habe "eine ballistische Rakete, die von der terroristischen Huthi-Miliz in Richtung Riad abgefeuert wurde, abgefangen und zerstört".

Huthis kämpfen auch im eigenen Land
Die Huthi greifen außerdem weiterhin Regierungstruppen und deren Verbündete innerhalb des Jemen an. Die jemenitische Regierung warf den Rebellen am Sonntagabend vor, Lager für Binnenvertriebene am Rand der südlichen Hafenstadt Aden beschossen zu haben. Belege für diesen Vorwurf legte sie nicht vor.
Die unterschätzte Miliz: Wer sind die Huthis?
Die Auseinandersetzung im Jemen hat sich zu einer zunehmend destabilisierenden Front im Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite entwickelt. Das mit den USA verbündete Saudi-Arabien ist ins Zentrum der größeren Auseinandersetzung gerückt.
Vier Jahre Waffenstillstand
Die erneuten Kämpfe im Jemen haben einen von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstand zunichte gemacht, der seit 2022 weitgehend gehalten hatte. Saudi-Arabien hatte 2015 an der Spitze einer Koalition in den jemenitischen Bürgerkrieg eingegriffen. Die Koalition unterstützt die international anerkannte Regierung, nachdem die Huthis ein Jahr zuvor die Hauptstadt Sanaa eingenommen hatten.
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