1260 Menschen sind im Sommer wegen Hitze gestorben

- Im Hitzesommer 2026 sind in der Schweiz zwischen Mai und August rund 1260 Menschen an der Hitze gestorben.
- Das Bundesamt für Gesundheit stützt sich auf eine Schätzung des Swiss TPH.
- Die Schätzung basiert auf vorläufigen Zahlen. Eine definitive Analyse kommt im Frühjahr 2027.
Der Sommer 2026 war der heisseste seit Messbeginn in der Schweiz. Dies zog Konsequenzen für die Gesundheit für Herrn und Frau Schweizer mit sich. Wie das Bundesamt für Gesundheit nun veröffentlichte, gab es zwischen Mai und August 1260 Todesfälle, die der Hitze zugeschrieben werden können.
Die Zahl ist eine umweltepidemiologische Schätzung des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (Swiss TPH). Die definitive Statistik werde im Frühjahr 2027 veröffentlicht. Sollten sich die 1260 Todesfälle bewahrheiten, wären dies deutlich mehr als in den Vorjahren und ähnlich viele wie im Hitzesommer 2003.
5,5 Prozent aller Sommer-Todesfälle durch Hitze verursacht
Rund 1260 Todesfälle werden nach ersten Schätzungen zwischen Mai und August 2026 auf Hitze zurückgeführt. Das sind 14 Todesfälle pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Somit war die Hitze dieses Jahr für 5,5 Prozent aller Todesfälle im gleichen Zeitraum verantwortlich. Sieben von zehn der hitzebedingten Todesfälle fielen auf Tage, an denen die Tagesmitteltemperatur 25 Grad Celsius und höher war. 85 Prozent der Verstorbenen durch Hitzefälle waren über 75 Jahre alt.
Das Swiss TPH schätzt jedes Jahr im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG), wie viele Todesfälle in der Schweiz statistisch auf Hitze zurückgeführt werden können. Die verwendeten Todesfalldaten waren zum Zeitpunkt der Analyse noch vorläufig, da Meldungen teilweise verzögert eingehen. Die Schätzung wird im Frühjahr 2027 anhand der endgültigen Daten inklusive September aktualisiert.
Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?
Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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