Zwei Explosionen reissen Frankfurter aus dem Schlaf

- In Frankfurt sind am frühen Donnerstagmorgen kurz nach vier Uhr zwei Explosionen auf der Zeil und in der Berger Strasse zu hören gewesen.
- Die Polizei war schwer bewaffnet im Einsatz und nahm eine Person im Bereich des zweiten Tatorts fest. Verletzte gab es offenbar keine.
- Die Spur führt laut ersten Erkenntnissen zur organisierten Kriminalität – konkret zur sogenannten «Violence as a Service».
Am frühen Donnerstagmorgen waren in Frankfurt zwei Explosionen zu hören, wenig später standen in der Stadt schwer bewaffnete Polizisten im Einsatz. Offenbar hat es eine Festnahme gegeben, wie die «Bild» schreibt.
Ein Ort, bei dem es zu einer Explosion kam, liegt offenbar auf der zentralen Einkaufsstrasse Zeil, ein anderer in der Berger Strasse. Zu der Festnahme sei es im Bereich um den zweiten Tatort herum gekommen, berichtet die Polizei. Nähere Angaben zur verdächtigen Person machten die Ermittler zunächst nicht.
«Das war wie im Krieg»
Bei dem von der Explosion betroffenen Gebäude auf der Zeil handelt es sich wohl um einen Kiosk, im Bereich der Berger Strasse um ein Ladengeschäft, wie «Bild» berichtet. Verletzte gab es bei den Explosionen offenbar nicht.
«Der Knall war extrem laut. Das war wie im Krieg», erzählt eine Anwohnerin, die aus dem Schlaf gerissen wurde, gegenüber der DPA. Die Explosionen waren um kurz nach vier Uhr zu hören. «Das ging durch den ganzen Körper durch», fügte sie hinzu.
Gewalt als Dienstleistung
Schon Anfang der Woche kam es innerhalb von 24 Stunden im Umkreis von Frankfurt zu drei Explosionen. Auch damals machte die Polizei eine Festnahme. «Es handelt sich um einen 15-jährigen Niederländer. Ihm wird der Tatvorwurf des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion gemacht», erklärte ein Sprecher gegenüber «Bild».
Nach vorläufigen Erkenntnissen soll die Spur zur organisierten Kriminalität führen, genauer gesagt zur sogenannten «Violence as a Service» (Gewalt als Dienstleistung). Junge «Wegwerf-Kriminelle» werden dabei oft von Banden über Social Media angeworben und dafür bezahlt, Straftaten zu begehen.
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Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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