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Sunday, November 8, 2026

Kratzer am Lack Saudi-Arabiens – Huthi greifen Wolkenkratzer in Riad an – das steckt dahinter

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Der Angriff: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat im Zentrum der saudischen Hauptstadt Riad einen bekannten Wolkenkratzer angegriffen. Das Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco sei getroffen worden, teilte das saudische Energieministerium mit. Trümmerteile seien auf das Gebäude gefallen und hätten «begrenzten Schaden» verursacht, hiess es. Im Internet kursierten derweil Videos, die schwere Schäden am Aramco Tower im Zentrum von Riad zeigen. Demnach riss der Angriff ein grosses Loch über mehrere Stockwerke in die Glasfassade. Das 34 Stockwerke hohe Gebäude ist im Besitz Aramcos und liegt im zentralen Geschäftsbezirk von Riad. Dort stehen auch einige der bekanntesten Wolkenkratzer der Stadt.

Rauch steigt an der Fassade eines Hochhauses auf.
Legende: Screenshot aus einem Video, das die Beschädigung am Aramco-Tower nach dem Huthi-Angriff zeigt. X.com

Die Stellungnahme: Huthi-Militärsprecher Jahja Sari bestätigte die Attacke und erklärte, die Miliz habe unter anderem das Bankenviertel von Riad angegriffen, das als Finanzdistrikt König Abdullah bekannt ist. Die Huthi hätten auch den internationalen Flughafen von Riad erneut angegriffen sowie Aramco-Ziele im Osten und saudische Truppen im Jemen.

Aramco als Ziel: Der Ölkonzern Aramco sitzt in Dhahran im Osten Saudi-Arabiens, ist aber auch in Riad gross vertreten. Der Geschäftsbezirk mit seinen rund 100 Gebäuden gilt als Symbol für Saudi-Arabien als modernen Standort für Wirtschaft und Finanzen. Entsprechend sind die Liegenschaften des Ölkonzerns immer wieder Ziel von Huthi-Angriffen, die ihre Attacken auf Saudi-Arabien in den vergangenen Monaten noch deutlich verstärkt haben. Neben Öl-Produktionsstätten nehmen die Huthis auch die weitere Öl-Infrastruktur und, wie schon in der Vergangenheit, Flughäfen ins Visier. Die Miliz hat damit einerseits ein Reiseland im Visier, andererseits – mit Blick auf Riad – eine Hochburg für Wirtschaft und Finanzen.

Luftschläge der Saudis: Saudi-Arabien soll am Sonntag seine Luftangriffe im Jemen fortgesetzt haben, wie die Huthis erklärten. Ebenda stieg die Zahl der Todesopfer nach einem Luftangriff in Sanaa auf 33, wie ein Sprecher des von den Huthi kontrollierten Gesundheitsministeriums mitteilte. Unter den Todesopfern seien 13 Kinder. 39 weitere Menschen seien verletzt worden.

Jahrelanger Krieg gegen Miliz: Saudi-Arabien begann 2015 mit Verbündeten, Stellungen der Huthi im Jemen zu bombardieren, um die Miliz zurückzudrängen. Riad wird unterstützt von der international anerkannten Regierung im Land und örtlichen Milizen. Nach einer Waffenruhe ab 2022 sind die Kämpfe im Zuge des Iran-Kriegs wieder eskaliert.

Nach Zählungen des unabhängigen Yemen Data Project, das Luftangriffe der saudisch geführten Militärkoalition im Jemen sowie zivile Kriegsopfer zählt, gab es im vergangenen Monat so schwere saudische Angriffe im Jemen wie zuletzt 2017. Mindestens 140 Zivilisten seien dabei getötet und mehr als 280 weitere verletzt worden. Das Projekt zählte allein im Oktober mehr als 430 saudische Bombardierungen in dem Bürgerkriegsland. Saudi-Arabien zog wegen der vielen zivilen Opfer im Krieg international immer wieder Kritik auf sich.

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