Neuer Sender übernimmt: Niederlande nehmen wieder am ESC teil
Stand: 23.09.2026 • 17:44 Uhr
Nach einem Jahr Abwesenheit wollen die Niederlande 2027 wieder beim Eurovision Song Contest mit dabei sein. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk übernimmt vom bisherigen Sender. Ein erneuter Boykott wegen der Teilnahme Israels ist damit vom Tisch
Die Niederlande werden am Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr in Bulgarien teilnehmen. Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt NPO kündigte an, für den Sender Avrotros einzuspringen, der sich aus Protest über die Teilnahme Israels von dem Musikwettbewerb zurückgezogen hatte. Ein "unabhängiges Team von Experten" werde den Prozess "aufmerksam begleiten", hieß es.
Avrotros hatte im August erklärt, es sei "unbestreitbar, dass internationale Konflikte sich zunehmend auf den Wettbewerb auswirken und seinen neutralen Charakter untergraben". Der ESC sei damit "zu einer Plattform für Spaltung geworden".
Auch Belgien will in Bulgarien dabei sein. Das teilte der flämische öffentlich-rechtliche Sender VRT mit. Bisher hatte der Sender ebenfalls wegen der Teilnahme Israels und der andauernden Gewalt im Gazastreifen die Teilnahme offen gelassen.
Irland boykottiert weiter
In der vergangenen Woche hatte Irland erklärt, aus Protest gegen die Teilnahme Israels abermals nicht am ESC teilzunehmen. Laut seinem Regelwerk muss der ESC neutral und unpolitisch sein.
Nach dem Streit über die Teilnahme Israels hatte die Europäische Rundfunkunion als Veranstalterin Mitte August entschieden, dass Länder im Kriegszustand nicht Gastgeber des Musikwettbewerbs sein dürfen, ohne Israel explizit zu nennen.
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