Bei «Revolution»: Schweizer Nati-Legende hilft Olympiasiegerin

Darum gehts
- Ana Maria Crnogorcevic (36) ist Schweizer Rekordspielerin und steht aktuell beim französischen Club Strasbourg unter Vertrag.
- Sie unterstützte Kanadas Olympiasiegerin Jordyn Huitema beim Launch ihrer Hautpflegemarke «Jordyskin».
- Nach der WM 2027 in Brasilien will Crnogorcevic ihre Karriere beenden – die Marke von 200 Länderspielen ist für sie zweitrangig.
Sie ist eine der grössten Fussballerinnen der Schweiz: Ana Maria Crnogorcevic. 403-mal hat das Nationalteam der Frauen gespielt, 182-mal mit der 36-Jährigen, die in Frankreich bei Strasbourg in der französischen Ligue 1 unter Vertrag steht. Doch im Sommer ist es vorbei.
«Für mich ist im Juni 2027 nach der WM in Brasilien fertig», sagte Crnogorcevic zuletzt. Nun, vor den WM-Quali-Spielen gegen Israel, meint sie: «Daran denke ich noch gar nicht.» Sie geniesse es einfach immer in die Nati zu kommen. «Ich versuche die Nati-Zeit nochmals intensiver zu leben, das Training und die Mitspielerinnen zu geniessen.»
Und was ist mit der Marke von 200 Spielen? Ist dies ein Ziel? Crnogorcevic lacht und sagt: «In erster Linie ist es mein Ziel, an die WM zu kommen. Die 200 Spiele sind wirklich zweitrangig.» Sie habe sich wirklich vorgenommen, dass nächsten Sommer Schluss sei.
Man merkt: Die Schweizer Rekordspielerin liebt den Fussball, sie weiss aber auch, dass es auf der Welt nicht nur Fussball gibt, auch wenn er der König ist. So interessiert sie sich fürs Weltgeschehen. Auch unterstützte sie im Sommer Jordyn Huitema bei der Vorstellung ihrer eigenen Hautpflegemarke namens Jordyskin, die sie auf den Markt brachte.
«Teilweise ist es schwierig zu planen»
Huitema ist eines der bekanntesten Gesichter im Frauenfussball. Als Olympia-Goldmedaillengewinnerin und eines von Kanadas grössten Talenten hat der 25-jährige Star bereits eine Beeindruckendes vorzuweisen.
Huitema sprach in der Vergangenheit offen über ihre Akne-Probleme. Mit der Ankündigung des Launches ihrer Skincare-Linie entwickelte die Stürmerin der Chicago Stars nun aber eine Routine für professionelle Athletinnen und Athleten, Pilates-Queens und alle, die ins Schwitzen kommen. Laut Medienberichten eine «Revolution», da es ein ähnliches Produkt bisher nicht gibt.
Und eben mit dabei bei der Vorstellung des Produkts: Ana Maria Crnogorcevic.
«Ich bin so stolz auf alles, was du erreicht hast, und dankbar, dass ich als kleiner Teil an diesem Start beteiligt war. Noch dankbarer, dich meine Kollegin nennen zu dürfen», schrieb die Schweizerin bei der Vorstellung auf Instagram.
Von 20 Minuten auf ihre Projekte neben dem Fussball angesprochen, meinte sie nun: «Teilweise ist es schwierig zu planen.» Sie verriet, dass sie sich nicht unbedingt als Trainerin sehe. «Ich will auch mal ein Wochenende frei haben und mit meinen Mädels einen Weekendtrip machen.» Sicher sei für sie, dass sie gerne im Frauenfussball bleiben wolle.
Was planen die Schweizerinnen?
Doch zurück zur Gegenwart: Die Frauen-Nati trifft auf das israelische Nationalteam – und zwar in der 1. Runde der WM-Playoffs (9. und 13. Oktober). Das Hinspiel findet in der Nähe von Budapest ohne Fans statt, während das Rückspiel dann in Sion ist.
Die Partie sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Ex-Nati-Spielerin Noa Schärz forderte den SFV in einer langen Mail auf, die WM-Playoff-Spiele gegen Israel zu boykottieren. Die Nati-Spielerinnen Coumba Sow und Lourdes Romero likten den Post.
Der SFV gab dann aber später bekannt, dass es keinen Boykott des ganzen Teams geben werde. Ob es sonst eine Aktion in irgendeiner Form gebe, werde man sehen. Wie diese aussieht, das wollte Ana Maria Crnogorcevic nicht verraten. «Ihr werdet es dann sehen», so ihre knappe Antwort.
Schweizer Programm WM-Qualifikation
Nils Hänggi (nih) ist seit 2019 bei 20 Minuten. Er ist Sportredaktor und Teil des Social Responsibility Boards. Er schreibt oft übers Thema Fussball.
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