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Monday, August 17, 2026

Organisator: «Werden nie mehr Kutschenfahrten anbieten»

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  • Beim Kutschenunfall im Engadin ist eine 73-jährige Frau gestorben, zwölf weitere Personen wurden verletzt.
  • Urs Frey der Veranstalter der tödlichen Fahrt, macht dem Kutschenhalter keinen Vorwurf. Er geht wie die Polizei von einem technischen Bremsversagen aus.
  • Als Konsequenz will Frey trotzdem künftig keine Kutschenfahrten mehr ins Programm aufnehmen.

Der Ausflug ins Rosegtal sollte für eine Aargauer Reisegruppe zu einem schönen Programmpunkt werden. Stattdessen endet er in einer Tragödie: Eine 73-jährige Frau kommt beim Kutschenunfall ums Leben, zwölf weitere Menschen werden verletzt. Auch der Partner und die Schwester der Verstorbenen sassen auf der Kutsche.

Urs Frey, Inhaber des Veranstalters Frey-Reisen aus Schlossrued AG, holte die beiden nach dem Unfall selbst beim Spital ab. «Sie waren entsprechend erschüttert und schockiert über den Vorfall», sagt er zu 20 Minuten. Auch Frey selbst zeigt sich betroffen und sprach den Angehörigen sein tiefstes Beileid aus: «Sowas darf einfach nicht passieren und macht unfassbar traurig.»

Fast alle Verletzten konnten Spital wieder verlassen

Gleichzeitig dankt er dem Care-Team, das nach dem Unfall rasch vor Ort gewesen sei und sich um die Betroffenen gekümmert habe. Nach Freys aktuellem Kenntnisstand konnten inzwischen fast alle Verletzten das Spital wieder verlassen. «Meines Wissens befindet sich nur noch eine Person wegen eines Handbruchs im Spital.»

Bei den Reisenden habe es sich um eine Gruppe aus dem Aargau gehandelt. Unter den Passagieren auf der verunglückten Kutsche sei auch ein Mitarbeiter von Frey-Reisen, ein Buschauffeur, gewesen. «Auch ihn nimmt das Geschehen mit und er braucht jetzt Ruhe», so Frey weiter.

«Dem Kutschhalter mache ich keinen Vorwurf»

Nach dem Unfall habe der Organisator auch mit dem durchführenden Kutschbetrieb gesprochen. Dieser habe ihm geschildert, dass der Wagen vor der Abfahrt vom Kutscher kontrolliert und während der Fahrt gebremst habe. Doch plötzlich hätten diese keine Wirkung mehr gezeigt.

Auch mehrere Fahrgäste hätten Frey diese Schilderung bestätigt: «Ich gehe deshalb gleich wie die Polizei von einem technischen Versagen der Bremsen aus.» Dem Kutschbetrieb mache er deshalb keinen Vorwurf. Er kenne das Unternehmen seit Jahren. «Wir haben diese Reise schon mehrfach durchgeführt und die Rückmeldungen waren immer gut. Der Betrieb ist im Bündnerland sehr renommiert.» Umso grösser sei der Schock über das Unglück.

Eine Anfrage bei der Firma, die die Kutschfahrt im Auftrag von Frey-Reisen durchführte, ist ausstehend.

Keine Kutschenfahrten mehr im Reiseprogramm

Frey zieht aus dem Unfall Konsequenzen: «Wir werden zukünftig generell keine Kutschenfahrten mehr ins Programm aufnehmen.» Dabei betont Frey, dass dies keine Schuldzuweisung gegenüber dem Kutschbetrieb sei. «Ich veranlasse das aus Respekt vor den Betroffenen und aus der persönlichen Betroffenheit nach dem Unfall.»

Was denkst du über die Entscheidung von Frey-Reisen, künftig keine Kutschenfahrten mehr anzubieten?

Thomas Sennhauser

Thomas Sennhauser (ths), arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er begann als Videojournalist und wechselte nach zwei Jahren ins Ressort News wo er über gesellschaftliche Themen und Analysen zu Geschehnissen im Ausland schreibt.

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