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Tuesday, October 13, 2026

«Habe noch Schmerzen»: Slalom-Hoffnung will sich zurückkämpfen

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  • Slalom-Talent Anuk Brändli (23) kämpft nach einer Syndesmosebandverletzung und Operation um ihre Rückkehr in den Weltcup.
  • Die Schweizerin ist noch immer nicht schmerzfrei und sucht weiterhin nach einer geeigneten Therapie.
  • Als sportliches Ziel nennt Brändli die Rückkehr in die Weltcup-Punkte – idealerweise mit zwei Top-15-Platzierungen.

Anuk Brändli, wissen Sie noch, was Sie am 23. November 2025 gemacht haben?

Nein, weiss ich nicht mehr … ah, war das Gurgl? (lacht)

Genau, Sie haben dort Ihre ersten Weltcup-Punkte geholt. Was haben Sie für Erinnerungen an diesen Tag?

Das war ein mega cooler Tag. Ich konnte ein Ziel erreichen, auf das ich sehr lange hingearbeitet habe. Dass es in Gurgl geklappt hat, war sehr schön.

Nach den ersten Weltcup-Punkten folgte ein starker 14. Rang – später wurde es aber unschön mit einer gravierenden Verletzung. Wie schwierig war es für Sie, den Rest der Saison und die Olympischen Spiele im Fernsehen zu verfolgen?

Das war schon hart. Es ist zu diesem Zeitpunkt sehr gut gelaufen, ich war im Flow. Dann da rausgerissen zu werden, ist immer sehr hart. So schlecht es auch ist, Verletzungen gehören leider dazu, da kann man nichts dagegen machen.

Kaum war das Syndesmoseband etwas verheilt, ist es gleich wieder gerissen. Was ist dort passiert?

Es war so, dass die Ärztin zuerst gesagt hat, dass man es nicht operieren müsse. Dann bin ich nochmals auf die Ski und habe mir gleich wieder wehgetan. Dann war klar, dass man das operativ «flicken» muss.

Haben Sie danach lange gebraucht, um das Vertrauen auf den Ski zurückzugewinnen?

Ich bin immer noch nicht schmerzfrei und habe Probleme auf den Ski. Es tut weh und ist noch nicht schön zusammengewachsen. Diese Art von Verletzung zieht sich in die Länge, wir suchen derzeit noch nach einer geeigneten Therapie. Aber wir bleiben dran, irgendwann funktioniert es wieder.

In diesem Fall lief auch das Sommertraining nicht wie gewünscht?

Nein, überhaupt nicht. Aktuell arbeite ich vor allem daran, wieder schmerzfrei zu werden. Wann es besser wird, ist momentan noch sehr schwer zu sagen.

Ganz abgesehen vom Gesundwerden – haben Sie sich ein sportliches Ziel gesetzt für die kommende Saison, gerade im Hinblick auf die WM in Crans-Montana?

Ein spezifisches Ziel habe ich mir nicht gesetzt. Ich will sicher wieder zu diesem Niveau zurückkehren, das ich im letzten Winter gezeigt habe, und zurück in die Weltcup-Punkte.

Wenn man Ihnen sagen würde, dass Sie im nächsten Winter zwei Mal in die Top 15 fahren, würden Sie es nehmen?

Ja, das würde ich so unterschreiben! (lacht)

Welches Rennen würden Sie eines Tages gerne gewinnen?

Ich glaube, es wäre Flachau. Das war mein erstes Weltcuprennen und ein grosser Meilenstein in meiner Karriere. Zudem sind Nachtrennen immer spektakulär, das wäre schon sehr cool.

Nino Vinzens

Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.

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