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Monday, October 26, 2026

Natürliche Erosion – Dem Neuenburgersee geht das Ufer aus

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In der Region Grande Cariçaie am Neuenburgersee verschwindet pro Jahr rund ein Meter Sand an den Seeufern. Grund dafür ist die Erosion, welche durch Wellenbewegungen, Bootsverkehr und starke Zuflüsse entstehen kann.

Die Naturschutzgebiete der Grande Cariçaie:

Um die Seeufer wiederherzustellen, sind 14'000 Kubikmeter Sand nötig. Hier kommt der schwimmende Saugbagger zum Einsatz.

Restaurierung der Ufer

Drei Jahre waren nötig, um eine geeignete Lösung zu finden, erzählt Ludovic Piccand vor Ort. Er ist Direktor jener Firma, die die Arbeiten mit dem Saugbagger vor Ort durchführt. Die Kosten der Arbeiten in Höhe von 900'000 Franken, werden von den Kantonen Waadt und Freiburg sowie vom Bund getragen.

Maschine im Wasser mit Kränen und Auslegern im Einsatz auf einem See.
Legende: 350 Meter vor dem Ufer des Neuenburgersees, zwischen Cheyres und Yvonand, ist zurzeit ein riesiger schwimmender Saugbagger im Einsatz. RTS

«Die Maschine gräbt mit ihrem Arm bis in eine Tiefe von 5.4 Metern und saugt den Sand unter Wasser ein. Den Sand bringt sie zusammen mit dem Wasser wieder ans Ufer, wo eine sanfte Neigung entsteht, damit die Wellen ihn nicht mehr abtragen können. Wir bauen in einem zweiten Schritt Schilf an und bauen den Schilfgürtel wieder auf», erklärt Piccand gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS.

Drohende Gefahr für Anwohnende

Auf zwei Uferabschnitten ist das Ergebnis der Arbeiten bereits sichtbar. Wo einst eine Wassertiefe von 50 Zentimetern war, ist jetzt wieder ein Sandstrand.

Insgesamt wird so aktuell ein Kilometer Ufer geschützt.

«Es handelt sich bei diesem Kilometer Ufer um einen Abschnitt, hinter dem sich Naturgebiete von sehr hohem Wert befinden. So wie auch archäologische Stätten, die zum Unesco-Welterbe gehören, und Wohnhäuser, die nur etwa fünfzig Meter vom Wasser entfernt sind. In einigen Jahrzehnten würden sie ohne Massnahmen überflutet werden», erklärt Michel Baudraz, Direktor des Vereins Grande Cariçaie.

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